
Sie verwies auf Nachteile, die muslimische Gemeinden gegenüber christlichen Kirchen und der jüdischen Gemeinschaft hätten, etwa durch das Fehlen einer islamischen Bundeswehrseelsorge und von muslimischen Wohlfahrtsverbänden.
Konkret verlangen die Grünen eine stärkere Beteiligung progressiver Verbände und unabhängiger Vereine an der Islamkonferenz und einen Aktionsplan für die bessere Zusammenarbeit des Staates mit muslimischen Vereinen.
Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Castellucci (SPD), mahnte in seiner Rede einen sachlicheren Umgang mit der rechtlichen Stellung des Islam und der Situation von Muslimen in Deutschland an. Musliminnen und Muslime hätten es verdient, wenn eine Debatte über ihr Leben und ihre Erfahrungen nicht mit Sicherheitsfragen und der Situation von Religionsgemeinschaften in anderen Ländern vermischt werde.
Unverständnis zeigte dagegen die CDU-Politikerin Bosbach. Die Grünen zeichneten das Bild einer Glaubensgemeinschaft, die marginalisiert und auf politische Unterstützung angewiesen sei, sagte sie. Dabei gebe es islamischen Religionsunterricht und Zentren für islamische Theologie. Der AfD-Abgeordnete Curio bezeichnete die Vorschläge der Grünen als "Irrsinn".
Diese Nachricht wurde am 27.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
