Nach Medienberichten
Grünen-Bundestagsabgeordnete Khan für Anreize statt Bestrafung bei Elterngeld-Reform

Die Grünen-Politikerin Khan hält die in Medienberichten veröffentlichte mögliche Reformidee für das Elterngeld für den falschen Weg.

    Eine Familie geht mit einem Kinderwagen spazieren.
    "Das Elterngeld ist von zentraler Bedeutung, um Familien zu stärken und Gleichstellung zu fördern." (picture alliance / dpa / APA / Helmut Fohringer)
    Die Bundestagsabgeordnete sagte im Deutschlandfunk, eine Reform, die eine exakt gleich aufgeteilte Betreuungszeit für Mütter und Väter zur Voraussetzung für den vollen Elterngeldbezug mache, setze auf Bestrafung statt Anreize.
    Prinzipiell sei es gut, die aktuellen Sparvorhaben mit einem Anreiz für Gleichberechtigung zu versehen, sagte Khan. Es dürfe aber keine Kürzungen geben, die am Ende die Mütter bestraften. Sie sprach sich stattdessen für explizite Anreize aus, etwa über die Erhöhung des Mindest- und des Höchstbetrages.
    Das Bundesfamilienministerium arbeitet an einer Reform des Elterngeldes. Einige Medien hatten von Plänen berichtet, denen zufolge es das volle Elterngeld nach einer Refom nur noch geben soll, wenn beide Eltern gleich viel Betreuungszeit übernehmen. Eine Bestätigung dafür gab es vom Ministerium nicht.
    Diese Nachricht wurde am 27.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.