
Das geringer gewordene Interesse am Klimaschutz in der Gesellschaft führte er auch auf die Lobbyarbeit fossiler Interessengruppen zurück. Die frühere Bundesumweltministerin Lemke forderte, wieder mehr über die Erfolge grüner Politik in den letzten Jahren zu sprechen. Der Parteivorstand hat für das Treffen das erklärte Ziel ausgegeben, das Profil der Grünen bei Kernbotschaften wie Klimaschutz und Energiewende wieder deutlicher in den Vordergrund zu stellen.
Abgaben auf Luxusreisen und Rückkehr zum 9-Euro-Ticket
Die Grünen sprachen sich auch für höhere Abgaben auf Luxusreisen, vor allem mit Privatjets, aus. In einem beim Bundesparteitag in Hannover verabschiedeten Antrag heißt es, mit Privatjets schädigten Superreiche das Klima. Mit ihrem Luxus trügen Superreiche in besonderem Maße zur Zerstörung der Erde bei. Die 50 reichsten Milliardäre emittieren im Schnitt in nur 90 Minuten mehr CO2 als ein durchschnittlicher Mensch im ganzen Leben. Deutschland soll deshalb nach dem Willen einer Initiative mehrerer Staaten beitreten, die sich für eine Extra-Abgabe auf Luxus-Flugreisen einsetzen. Dazu gehören Frankreich, Spanien, Kenia und Barbados.
Die Grünen wollen zudem, dass das Deutschlandticket künftig wieder neun Euro im Monat kostet. Beim Bundesparteitag stimmte eine Mehrheit der Delegierten für einen entsprechenden Vorschlag der Grünen Jugend.
Zum Abschluss ihres dreitägigen Bundesparteitags befassen sich die Grünen heute mit Steuern, Digital- sowie Wirtschafts- und Energiepolitik. Auch um die Belange der Kommunen sowie Satzungsfragen soll es für die etwa 800 Delegierten gehen. Gegen Mittag soll der Grünen-Politiker Özdemir sprechen, der als Spitzenkandidat den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Kretschmann beerben will. In dem Bundesland wird im kommenden März ein neuer Landtag gewählt.
Diese Nachricht wurde am 30.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
