
Da komme man gar nicht voran. Man müsse die Sozialpartner zusammenbringen und schauen, dass es am Ende gerecht zugehe. Die Grünen-Politikerin zeigte sich offen für weitere Finanzierungsmöglichkeiten der gesetzlichen Rentenversicherung, etwa durch eine kapitalgedeckte Komponente durch Aktien oder die Einbeziehung von Abgeordneten und Beamten.
In der Pflege sieht Brantner ein Ungleichgewicht zwischen privaten und gesetzlichen Versicherungen. Dort brauche man eine Art Risikoausgleich, meinte sie. Bei der Krankenversicherung gehe es hingegen darum, die Ausgaben wirklich zu verringern.
"Regierung muss anfangen, Geld sinnvoll auszugeben"
Die Grünen-Co-Vorsitzende forderte Union und SPD auf, mehr Tempo bei Reformen zu machen. Diese Bundesregierung habe so viel Geld wie nie zuvor. Sie müsse anfangen, es sinnvoll auszugeben. Als Beispiele nannte Brantner die Modernisierung des Staates und die Stärkung der Innovationskraft von Unternehmen. Mit Blick auf Europa sprach sie von einer herausfordernden Situation. Sie verwies in diesem Zusammenhang auf die Präsidentenwahl in Frankreich und die Parlamentswahl in Polen im kommenden Jahr. Brantner sagte, man müsse jetzt Europa voranbringen, wenn es um digitale Souveränität und die eigene Verteidigungsfähigkeit gehe, und große Projekte europäisch schnüren.
Das Interview der Woche läuft immer Sonntags um 11:05 Uhr im Deutschlandfunk. Hier können Sie das Interview mit Franziska Brantner bereits hören.
Diese Nachricht wurde am 30.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
