Iran-Krieg
Grünen-Politiker Bloss offen für staatliche Preisdeckel bei Benzin und Diesel nach Vorbild Belgiens und Luxemburgs

In der Debatte über die erhöhten Energiepreise nach Ausbruch des Irankriegs hat sich der Grünen-Europaabgeordnete Bloss offen für einen staatlichen Preisdeckel für Kraftstoffe geäußert.

    Michael Bloss gestikuliert mit beiden Händen.
    Michael Bloss, Grüne (picture alliance / dts-Agentur / -)
    Bloss sagte im Deutschlandfunk, in Belgien und Luxemburg gebe der Staat vor, wie hoch der Preis insgesamt gehen dürfe. Darüber könne man auch in Deutschland nachdenken. Der Grünen-Politiker kritisierte zudem, dass ein sehr großer Anteil des deutschen Energiebedarfs importiert werde. Die einzige Alternative, davon wegzukommen, sei selbst produzierte, heimische Energie.
    Bundeswirtschaftsministerin Reiche hatte zuletzt vor Aktionismus bei Maßnahmen gegen die hohen Preise an Tankstellen gewarnt. Abgeordnete der Regierungsfraktionen kündigten unterdessen an, im Falle einer andauernden Preiskrise zu reagieren - etwa mit einer Übergewinnsteuer.
    In Luxemburg erhöhte die Regierung den Preis für Diesel heute um 15 Cent. Damit stiegen die Kosten auch dort auf zwei Euro.
    Gestern haben auch die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union in Brüssel über die Energiepreise beraten. Einen Durchbruch gab es nicht. Sie verabschiedeten einen Zeitplan zum Thema Wettbewerbsfähigkeit. Grundsätzlich geht es darum, bürokratische Hürden abzubauen. Bundeskanzler Merz äußerte sich unzufrieden, dass die internationalen Themen, wie der Iran- und der Ukraine-Krieg so viel Platz bei dem Treffen einnahmen. Für die folgenden Gipfel wolle er sich für eine andere Reihenfolge der Themen einsetzen.
    Diese Nachricht wurde am 20.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.