Bundeswehr
Grünen-Sicherheitspolitikerin Nanni: "Militärstrategie der Bundesregierung geht in die richtige Richtung"

Die oppositionellen Grünen sehen bei der von Verteidigungsminister Pistorius vorgestellten Militärstrategie für die Bundeswehr noch Nachbesserungsbedarf.

    Sara Nanni bei einer Bundespressekonferenz. Sie trägt eine beige Strickjacke über einem schwarzen T-Shirt und schaut nachdenklich aus dem Bild heraus.
    Sara Nanni, die sicherheitspolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen (picture alliance / Metodi Popow)
    Die sicherheitspolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Nanni, sagte im Deutschlandfunk, die Richtung der Strategie sei die richtige. Das genannte Ziel, bis 2039 die stärkste konventionelle Armee Europas zu werden, leite sich schon daraus ab, dass Deutschland das bevölkerungsreichste Land sei. Nanni äußerte jedoch Zweifel, ob die von der Bundesregierung geplante Aufstockung der Truppe auf 260.000 aktive Soldatinnen und Soldaten sowie 200.000 in Reserve ausreiche. Sie verwies auf die wiederholten Drohungen der USA, sich aus der NATO zurückzuziehen. Nanni bemängelte zudem, dass weiterhin zu wenig getan werde, um bereits verpflichtete Soldatinnen und Soldaten auch zu halten. Außerdem brauche es eine stärkere Mobilisierung verschiedener Jahrgänge. Das neue Wehrdienst-Modell sieht eine verpflichtende Musterung für Männer ab dem Jahrgang 2008 vor.
    Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbands, Wüstner, hatte bereits angemahnt, dass die angepeilte Personalzahl nicht ausreichen werde. Verteidigungsminister Pistorius sagte dazu in den ARD-"Tagesthemen", die momentan angestrebte Truppenstärke sei "kein Deckel", sondern eine Richtung, in die man gehe.
    Diese Nachricht wurde am 23.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.