
Am 9. Oktober, dem Jahrestag der friedlichen Revolution, soll es soweit sein. Das teilte die Stadt am Freitag mit. Der Grundstein werde auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz im Rahmen des Leipziger Lichterfests durch eine "besondere Inszenierung" enthüllt, teilte die Stadt mit. Auch Kulturstaatsminister Weimer (parteilos) und der sächsische Ministerpräsident Kretschmer (CDU) haben ihr Kommen zugesagt.
Es soll ein weitläufiger Park entstehen mit Bannern, Fahnen und Transparenten aus Edelstahl. Die Stadt rechnet mit einer Fertigestellung binnen drei Jahren. 2029 würde sich der Beginn der friedlichen Revolution zum 40. Mal jähren.
Die Errichtung des Einheitsdenkmals ist seit 2008 Thema
Mit der Grundsteinlegung beginnt nach vielen Jahren der Vorbereitung der Bau des Denkmals. Ausgangspunkt ist ein Beschluss des Bundestags aus dem Jahr 2008 - in Leipzig soll ein Denkmal für den gewaltfreien Widerstand in der ehemaligen DDR entstehen. Die Stadt war ein zentraler Ausgangspunkt der friedlichen Revolution. Am 9. Oktober 1989 gingen dort bei einer der Montagsdemonstrationen mehr als 70.000 Menschen für Demokratie und Bürgerrechte auf die Straße.
2009 hat der Leipziger Stadtrat den Auftrag des Bundestags angenommen und mit den Planungen begonnen. Ein erster Denkmalprozess zwischen 2011 und 2014 blieb aber ohne Ergebnis. Als der Bundestag 2017 seinen Beschluss, in Leipzig ein Freiheits- und Einheitsdenkmal zu errichten, erneuert hat, startete 2021 ein zweiter Anlauf. Die Stadt folgte 2022 der Empfehlung eines Bürgerrats und wählte den Wilhelm-Leuschner-Platz als Standort. Zwei Jahre später wurde ein künstlerischer Realisierungswettbewerb ausgelobt, bei dem der Siegerentwurf im Oktober bekanntgegeben wurde. Schließlich gab der Leipziger Stadtrat im April dieses Jahres grünes Licht für den Bau.
Für die Einweihung des Berliner Einheitsdenkmals gibt es noch keinen Termin
Unterdessen gibt es weiterhin noch keinen Termin für die Einweihung des Freiheits- und Einheitsdenkmals in Berlin-Mitte. Das Denkmal ist seit Längerem vor dem rekonstruierten Stadtschloss, dem Humboldt Forum, in Bau. Es soll an die friedliche Revolution und die deutsche Wiedervereinigung 1989/90 erinnern. Der Entwurf kommt von Sebastian Letz vom Architektenbüro "Milla und Partner" und stellt eine begehbare Wippe dar.
Diese Nachricht wurde am 29.08.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.