Zentralamerika
Guatemala: Präsident Arevalo ruft Notstand nach Aufständen in Gefängnissen und Tötung von acht Polizisten aus

In Guatemala hat Präsident Arevalo nach Gefängnisrevolten und tödlichen Angriffen auf Polizisten den Notstand ausgerufen.

    Schwer bewaffnete Sicherheitskräfte bringen sich auf einem Dachvorsprung in Stellung. (AP Photo/Moises Castillo)
    Sicherheitskräfte dringen in das Hochsicherheitsgefängnis Renovation ein, in dem Wärter als Geiseln genommen wurden. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Moises Castillo)
    Polizei und Militär erhielten zusätzliche Befugnisse für Einsätze in Städten, teilte Arevalo mit. Der Ausnahmezustand soll 30 Tage andauern.
    Am Wochenende hatten Häftlinge in drei Gefängnissen des Landes gemeutert und 46 Mitarbeiter in ihre Gewalt gebracht. Alle Geiseln wurden nach Polizeiangaben befreit. Zudem verübten kriminelle Banden Anschläge in Guatemala-Stadt, bei denen acht Polizisten getötet wurden.
    Nach Angaben des Innenministeriums kam es zu den Revolten, weil Privilegien von inhaftierten Bandenführern gestrichen werden sollten. In Guatemala sind zwei verfeindete kriminelle Banden aktiv, die von den örtlichen und den US-Behörden als terroristische Vereinigungen eingestuft werden.
    Diese Nachricht wurde am 19.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.