"Zunehmende Gewalt"
Guterres sieht Notlage in Sahel-Region wegen Angriffen von Dschihadisten und Tuareg-Rebellen in Mali

UNO-Generalsekretär Guterres warnt vor einer humanitären Notlage in der Sahel-Region und einer zunehmenden Gewalt gegen Zivilisten. Es gebe weitreichende Vertreibungen und eine wachsende Ernährungsunsicherheit.

    Antonio Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen, spricht im Vorfeld einer Sitzung des Sicherheitsrates.
    Antonio Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen, warnt vor einer Notlage in der Sahelzone. (picture alliance /ZUMAPRESS.com/Bianca Otero)
    Bei einer Konferenz der Afrikanischen Union und der Vereinten Nationen in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba rief Guterres zum Dialog und zur Zusammenarbeit zwischen den Ländern der Region auf, um "gewalttätigen Extremismus und Terrorismus" zu bekämpfen. Er erklärte, die Lage in Mali habe sich wegen der Angriffe bewaffneter Gruppen erheblich verschlechtert.
    In dem westafrikanischen Land hatten Dschihadisten, die Al Kaida nahestehen, und Tuareg-Rebellen Ende April gemeinsam wichtige Städte angegriffen und den Verteidigungsminister getötet. Die Dschihadisten blockieren noch immer wichtige Zufahrtsstraßen zur Hauptstadt Bamako, die - wie der Rest des Staates - auf Importe über den Landweg angewiesen ist.
    Diese Nachricht wurde am 14.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.