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Fernwärme-Ausbau
Habeck einigt sich mit Fernwärme-Branche auf weniger strenge Klimaziele

Beim klimafreundlichen Umbau der Fernwärmenetze haben sich Vertreter von Branche und Kommunen mit Bundeswirtschaftsminister Habeck auf weniger strenge Vorgaben geeinigt.

    Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, auf dem Gelände des Heizkraftwerks Wedel.
    Klimaschutzminister Habeck im Heizkraftwerk Wedel - mit Vertretern von Branche und Kommunen sowie Bauministerin Geywitz hat er über die Rolle von Fernwärme beraten. (picture alliance / dpa / Christian Charisius)
    Wie das Wirtschaftsministerium nach einem Treffen in Berlin mitteilte, soll ab 2030 in Summe mindestens die Hälfte der Energie aus erneuerbaren Quellen oder Abwärme stammen. In einer früheren Version war dieses Zwischenziel verbindlich für jedes einzelne Netz festgelegt worden. Bislang werden Fernwärme-Netze deutschlandweit erst zu rund 20 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen gespeist.
    Bis 2045 sollen sie komplett ohne fossile Energiequellen wie Gas und Öl betrieben werden. Bauministerin Geywitz sagte, die Fernwärme könne eine große Rolle beim Umbau zum klimafreundlichen Heizen spielen.
    Ein Umstieg auf Fernwärme ist auch als Ausnahme im innerhalb der Ampel-Koalition umstrittenen Heizungsgesetz vorgesehen. Hier ist weiter unklar, ob der im Kabinett beschlossene Gesetzentwurf noch vor der Sommerpause in den Bundestag eingebracht wird.
    Diese Nachricht wurde am 12.06.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.