
Die Erwartungshaltung nach dem russischen Überfall auf die Ukraine sei damals gewesen, die Gaskrise nicht zu verschärfen. Er selbst habe die reale Sorge gehabt, dass es nicht genügend Erdgas im Winter geben werde. Als das Heizungsgesetz dann öffentlich geworden sei, galt diese Krise aber schon weitgehend als abgewendet. Diese Veränderung habe er nicht gespürt. Sein Entwurf sei dann der Tropfen zu viel an Gesetzgebung gewesen, führte Habeck aus. Hier sei ihm die Kommunikation nicht gut gelungen. Wäre die Alternative gewesen, kalte Wohnungen zu haben, hätte man anders über das Vorhaben gesprochen.
Das Gebäudeenergiegesetz, das unter anderem den Austausch von Heizungen regeln soll, konnte erst vergangene Woche nach massiver Kritik auch innerhalb der Regierungskoalition in den Bundestag eingebracht werden.
Demnach sollen neue Heizungsanlagen künftig zu mindestens 65 Prozent aus erneuerbaren Energien gespeist werden - was unter anderem durch Wärmepumpen gewährleistet werden kann. Einem Medienbericht zufolge sank die Zahl der Förderanträge für den Einbau einer solchen Pumpe im Vorjahresvergleich allerdings um fast 40 Prozent. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle meldet laut "The Pioneer", von Januar bis April habe es rund 20.000 Anträge weniger gegeben als im gleichen Zeitraum 2022.
Diese Nachricht wurde am 19.06.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
