Früherer Vizekanzler
Habeck rechnet nicht mit US-Besetzung Grönlands - Europa müsse machtpolitischer Akteur werden

Der frühere Vize-Kanzler und Grünen-Vositzende, Habeck, geht nicht davon aus, dass die USA Grönland militärisch besetzen werden.

    Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), ehemaliger Vizekanzler, spricht bei der Veranstaltung "Habeck Live" im Berliner Ensemble.
    Robert Habeck (Archivbild) (Christoph Soeder / dpa / Christoph Soeder)
    Habeck, der mittlerweile als Analyst am Dänischen Institut für Internationale Studien tätig ist, sagte im Deutschlandfunk, dies wäre ein eklatanter Verstoß gegen das Völkerrecht. Er verwies zudem auf die Aussage der dänischen Regierungschefin Frederiksen, wonach solch ein Schritt das Ende der NATO bedeuten würde. Habeck rechnet vielmehr damit, dass die USA finanzielle Angebote machen werden. Als Beispiele nannte er Infrastruktur-Investitionen und die Möglichkeit, dass Grönland dem Nordamerikanischen Freihandelsabkommen beitreten könnte. Mit Blick auf die geopolitische Lage betonte der frühere Bundeswirtschaftsminister, Europa müsse sich zu einem machtpolitischen Akteur entwickeln. Sonst werde man hin und her geschoben oder in der Mitte zerrissen.
    Habeck hatte sich vergangenes Jahr aus der aktiven Politik zurückgezogen.
    Diese Nachricht wurde am 12.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.