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Klimaschutz
Habeck will zweistelligen Milliardenbetrag für Umbau der Industrie

Bundeswirtschaftsminister Habeck will die Industrie beim Umstieg auf weniger klimaschädliche Produktionsabläufe mit einem mittleren zweistelligen Milliardenbetrag unterstützen.

08.06.2023
    Berlin: Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, nimmt an einem Pressestatement zum Förderprogramm für Klimaschutzverträge und zum vorbereitenden Verfahren teil.
    Wirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck (Grüne) will Unternehmen beim weniger klimaschädlichen Umbau ihrer Produktion helfen. (Michael Kappeler/dpa)
    Ziel sei, den CO2-Ausstoß zu senken und gleichzeitig eine intakte Industrie in Europa zu erhalten, sagte der Grünen-Politiker in Berlin. Von morgen an können mittelständische und große Unternehmen zwei Monate lang Bewerbungen für die Staatshilfen einreichen. Gefördert werden sollen jene Vorhaben, die mit dem geringsten Kostenaufwand die größten CO2-Einsparungen erzielen. Der Bund will im Rahmen der sogenannten Klimaschutzverträge 15 Jahre lang Mehrkosten einer klimafreundlicheren Produktion bezahlen. Förderberechtigt sind Unternehmen aus energieintensiven Branchen wie Stahl-, Chemie-, Zement- oder Glasproduktion, die zu 100 Prozent Ökostrom beziehen und bisher mindestens zehn Kilotonnen CO2 pro Jahr ausstießen. Das Bundeswirtschaftsministerium hofft, allein durch diese Förderungen ein Drittel des Klimaschutzziels im Industriesektor zu erreichen.
    Laut Habeck gibt es bereits eine grundsätzliche Zustimmung der EU-Kommission. Allerdings wurde der Bundeshaushalt, aus dem die Mittel bereitgestellt werden sollen, noch nicht auf den Weg gebracht.
    Diese Nachricht wurde am 05.06.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.