JVA-Bestechungsaffäre
Häftlinge gegen Zahlungen vor Kontrollen gewarnt

Im nordrhein-westfälischen Landtag hat sich der Rechtsausschuss mit der Bestechungsaffäre in der Justizvollzugsanstalt Euskirchen beschäftigt.

    Der Eingang zur Justizvollzugsanstalt Euskirchen. An einer kleinen Mauer hängt ein Schild der JVA. Auf dem Hof steht ein Mannschaftswagen der Polizei, ein Beamter läuft über den Hof. Im Hintergrund sind Gebäude zu sehen.
    Polizisten bei der Durchsuchung der JVA Euskirchen (Archivbild) (Thomas Banneyer / dpa)
    Justizminister Limbach erklärte, man habe begonnen, die besorgniserregenden Umstände gründlich aufzuklären. Dabei gehe es nicht nur um die JVA Euskirchen, sondern um alle 36 Gefängnisse des Landes.
    Laut einem Bericht der Staatsanwaltschaft zu den laufenden Ermittlungen wurden Gefangene gegen monatliche Geldzahlungen unter anderem vor Kontrollen in der Haftanstalt gewarnt. Demnach ergaben sich Hinweise auf ein - Zitat - "Abonnementsystem" im Gegenzug für Hafterleichterungen.
    Ermittelt wird gegen derzeit acht Justizvollzugsbedienstete wegen Bestechlichkeit sowie gegen drei ehemalige Häftlinge wegen Bestechung. 
    Diese Nachricht wurde am 12.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.