Reaktionen auf Anschlag
Härtere Gangart gegen Islamisten gefordert

Führende Innenpolitiker der Union haben Konsequenzen und ein ‌härteres Vorgehen gegen ⁠Islamisten gefordert. "Dieser furchtbare ⁠Anschlag auf unsere freiheitliche Lebensweise, aber auch andere tödliche Attacken der letzten Zeit müssen jetzt Anlass sein, den Kampf gegen den Islamismus noch einmal zu intensivieren", sagte Unions-Vize-Fraktionschef Krings.

    Günter Krings (CDU), Mitglied des Bundestages, spricht während der 60. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages zum Thema Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems.
    CDU-Politiker Krings (Archivbild) (Sebastian Christoph Gollnow / dpa / Sebastian Gollnow)
    "Wir brauchen Lösungen, um erkannte Gefährder dauerhaft aus der Öffentlichkeit zu entfernen." Diejenigen, die wegen einer deutschen Staatsbürgerschaft nicht außer Landes gebracht ⁠werden könnten, ⁠müsse man "dauerhaft hier bei uns ⁠hinter Schloss und Riegel bringen", so Krings.
    Der Unions-Innenexperte Throm sagte: "Der Islamismus zeichnet sich durch extremen Fanatismus ​mit hoher Gewaltbereitschaft gegen Menschen aus. Das macht ihn so gefährlich. Und deshalb muss ‌es bei jeder einzelnen Entscheidung bei Haft, Abschiebehaft und Präventivgewahrsam heißen: im Zweifel für die Sicherheit der Bevölkerung."
    FDP-Chef Kubicki sagte der "Bild"-Zeitung, er sei wütend, dass die Gefahr des Islamismus in Deutschland noch immer nicht mit der notwendigen Entschlossenheit bekämpft werde. Es wiederholten sich lediglich Diskussionen, aber die Taten leider auch.
    Die Berliner AfD-Vorsitzende Brinker sprach von einer katastrophalen Migrationspolitik und einem Kuschelkurs gegenüber gewaltbereiten Islamisten. Der in der Deutschen Polizeigewerkschaft für die Bundespolizei zuständige Vorsitzende Ostermann erklärte, Islamisten breiteten sich seelenruhig aus. Nötig sei nun endlich eine kompromisslose Sicherheitsoffensive von Staatsbürgerschaftsrecht bis Abschiebungen.
    Der Grünen-Innenpolitiker von Notz sprach sich für mehr Befugnisse für die Sicherheitsbehörden im Vorgehen gegen gewaltbereite Islamisten aus. Die SPD-Spitzenpolitiker Bas, Klingbeil und Miersch forderten eine lückenlose Aufklärung und konsequente Bestrafung der Tat. Die Linke-Spitzenkandidatin für die anstehende Berlin-Wahl, Eralp, erklärte man dürfe nicht zulassen, dass Hass queeres Leben unsichtbar mache, das zur DNA der Stadt gehöre.
    Diese Nachricht wurde am 26.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.