
Die zuständigen Stellen hätten sich mit dem Eigentümer, dem Energiekonzern RWE, darauf verständigt. Der Wald zwischen Köln und Aachen werde spätestens 2035 in öffentliches Eigentum überführt und als sogenanntes Wildnisentwicklungsgebiet ausgewiesen.
Ein Wildnisgebiet ist ein Schutzgebiet, in dem sich die Natur ohne menschliche Eingriffe frei entwickeln kann. In solchen Gebieten findet keine forstwirtschaftliche Nutzung statt. Der Wald wird sich selbst überlassen und kann so zu einem Urwald heranwachsen.
Bundesweites Aufsehen
Im Hambacher Forst hatten Umweltaktivisten viele Jahre lang gegen die Rodung des Waldes für den Braunkohletagebau gekämpft. Dazu hatten sie seit 2012 Baumhäuser errichtet. In einem der größten Polizeieinsätze der Geschichte Nordrhein-Westfalens wurden die Baumhäuser 2018 mit Verweis auf den Brandschutz geräumt. Kurz nach der Räumung im Herbst 2018 verfügte das Oberverwaltungsgericht Münster einen vorläufigen Rodungsstopp.
Diese Nachricht wurde am 09.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
