
Das Hanseatische Oberlandesgericht sprach ihn der Kriegsverbrechen und der Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig. Als Anführer der mit dem inzwischen gestürzten Assad-Regime verbündeten Shabiha-Miliz soll er in den Bürgerkriegsjahren an der Misshandlung und Versklavung von Zivilisten sowie an Plünderungen beteiligt gewesen sein. Die Miliz ging in Kooperation mit dem militärischen Geheimdienst Syriens gegen Oppositionelle vor. Unter anderem zwang sie diese zu harter Arbeit. Mehrere Opfer hatten als Zeugen aussagt. Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Mann war im Februar 2016 nach Deutschland eingereist. In einer Unterkunft wurde er erkannt und angezeigt. Die Bremer Polizei nahm ihn daraufhin fest.
Vor zwei Jahren hatte es in Koblenz weltweit das erste Urteile im Zusammenhang mit syrischer Staatsfolter gegeben.
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Diese Nachricht wurde am 18.12.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.