
Die Mehrwegangebots- und Rücknahmepflicht für alle Getränkeverpackungen erfordere neben umfangreichen Umbauarbeiten in den Geschäften auch eine komplett neue Logistik, sagte HDE-Geschäftsführerin Gerstein dem "Handelsblatt". Kurzfristig sei das nicht umsetzbar. Gerstein warf der Bundesregierung vor, sich nicht an Absprachen gehalten zu haben. Diese habe ihrem Verband zugesagt, nicht tätig zu werden, bevor Verhandlungen zu einer EU-weiten Verpackungsverordnung abgeschlossen seien. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb jetzt mit einem solch umfangreichen Vorschlag vorgeprescht werde. Die EU-Kommission werde darüber nicht amüsiert sein, erklärte Gerstein.
Bundesumweltministerin Lemke von den Grünen plant eine deutliche Ausweitung der Vorgaben für mehr Mehrwegverpackungen in der Gastronomie und im Handel. Supermärkte etwa sollen künftig pro Getränkesorte mindestens ein Produkt mit Mehrwegverpackung anbieten müssen.
Diese Nachricht wurde am 28.06.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
