Seit Mitternacht
Handelsabkommen zwischen EU und Mercorsur-Staaten vorläufig in Kraft

Seit heute gibt es eine neue Freihandelszone der EU mit den südamerikanischen Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay.

    EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen sitzt neben den Präsidenten aus Bolivien, Panama, Uruguay, Paraguay und Argentinien und mit dem brasilianischen Außenminister an einem Konferenztisch. Im Hintergrund die Flaggen der verschiedenen Länder und der EU.
    Unterzeichnung des Mercosur-Vertrags am 17. Januar in Paraguays Hauptstadt Asunción. (AFP / LUIS ROBAYO)
    Das Abkommen mit den Ländern der Mercorsur-Wirtschaftsorganisation trat um Mitternacht vorläufig in Kraft. Damit gibt es einen Freihandelsmarkt für etwa 720 Millionen Menschen. In Deutschland werden langfristig große Chancen etwa für die Autoindustrie, den Maschinenbau und die Pharmabranche gesehen. Gegner des Abkommens befürchten, dass EU-Standards bei Verbraucherschutz, Umwelt und Tierwohl gesenkt werden könnten.
    Nötig ist noch seine Überprüfung durch den Europäischen Gerichtshof und die Zustimmung durch das EU-Parlament.
    Diese Nachricht wurde am 01.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.