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Hans Magnus Enzensberger "Ich leide nicht unter meinem Beruf"

Hans Magnus Enzensberger zählt zu den bedeutendsten deutschen Schriftstellern nach 1945 und gilt auch mit 88 Jahren noch als großer, streitbarer Denker. Im Dlf erinnert er sich an sein Leben und seine Arbeit als Publizist.

Hans Magnus Enzensberger im Gespräch mit Ursula Welter | 25.01.2018

Hans Magnus Enzensberger in seiner Wohnung in München
Hans Magnus Enzensberger kennt keine Schreibblockaden (Deutschlandradio / Nils Heider)
Das umfassende Werk von Hans Magnus Enzensberger wird mit vielen Attributen gewürdigt: "zornig", "sarkastisch", "provozierend", "fesselnd", "überraschend", "meinungsbildend" – um nur wenige zu nennen. Er zählt zu den großen Intellektuellen Deutschlands. Im Gespräch mit dem Deutschlandfunk erzählt Hans Magnus Enzensberger aus seinem Leben, von seinen Reisen und Recherchen, und von seinem Wirken als Schriftsteller, Verleger und Herausgeber:
"Man durfte machen, was man wollte. Das ist das Wichtigste. Ohne Programmdirektor und ohne Intendanten. Bei den Verlagen darf man nur nicht auf die Dauer rote Zahlen schreiben. Man muss die weniger ertragreichen Titel mit denen ausbalancieren, die auf dem Markt eine Chance haben. Das nennt man Mischkalkulation. Mir hat das Spaß gemacht. Ich leide ja nicht unter meinem Beruf. Es gibt ja Schriftsteller, die immer über Blockaden oder langanhaltende Depressionen klagen. Bis jetzt habe ich noch einigermaßen Glück gehabt."