So hatten sich die Nasa-Ingenieure die Rückkehr ihrer Sonnenwind-Mission "Genesis" nicht gedacht. Nachdem der Kanister um 17.52 Uhr MESZ planmäßig in die Atmosphäre eingetreten war, ging alles schief. Statt mit gemütlichen 20 Stundenkilometern am Fallschirm herabzugondeln, raste der Probenkanister mit 311 Stundenkilometer pfeilschnell in den Wüstenboden Utahs. Offenbar haben sich die Bremsfallschirme nicht entfaltet, so dass der Container außer Kontrolle zu Boden fiel. Die in Bereitschaft schwebenden Hubschrauber der Stuntpiloten hatten keine Chance, ihn wie geplant an den Haken zu nehmen.
Am Aufschlagsort grub sich die Kapsel rund einen Dreiviertel Meter in die Erde. "Für die Geschwindigkeit konnten wir äußerlich erstaunlich geringe Schäden erkennen”, berichtete Roy Haggard vom Team eines der Rettungshubschrauber, der die Fundstelle untersuchte. Die Hülle wies nach seinen Angaben ungefähr zehn Zentimeter große Risse auf, auch der Container mit den Proben soll gerissen sein. Ersten Berichten zufolge könnte eine Batterie an Bord des Containers versagt und somit das Entfalten der Bremsfallschirme verhindert haben.
In einem eigens errichteten Reinraum auf dem Dugway-Übungsgelände der US-Armee untersuchen jetzt Nasa-Experten, ob tatsächlich die kostbaren Sonnenwind-Partikel durch den Aufschlag freigesetzt wurden, oder ob die Hülle dicht gehalten hat. Genesis sollte Original-Partikel der Sonne einsammeln und unbeschadet durch die Erdatmosphäre transportieren, damit die Nasa-Wissenschaftler besser den Ursprung unseres Sonnensystems ergründen können. Die einzigen Informationsquellen sind zurzeit uralte Meteoriten, von denen aber nicht klar ist, ob sie die seither verstrichenen 4,56 Milliarden Jahre unverändert überstanden haben. Die Sonnenwindpartikel stammen dagegen direkt von der Sonne selbst und sollten daher authentische Auskunft über unseren Stern und damit über den Ursprung unseres Sonnensystems geben.
[Quelle: Guido Meyer]
Am Aufschlagsort grub sich die Kapsel rund einen Dreiviertel Meter in die Erde. "Für die Geschwindigkeit konnten wir äußerlich erstaunlich geringe Schäden erkennen”, berichtete Roy Haggard vom Team eines der Rettungshubschrauber, der die Fundstelle untersuchte. Die Hülle wies nach seinen Angaben ungefähr zehn Zentimeter große Risse auf, auch der Container mit den Proben soll gerissen sein. Ersten Berichten zufolge könnte eine Batterie an Bord des Containers versagt und somit das Entfalten der Bremsfallschirme verhindert haben.
In einem eigens errichteten Reinraum auf dem Dugway-Übungsgelände der US-Armee untersuchen jetzt Nasa-Experten, ob tatsächlich die kostbaren Sonnenwind-Partikel durch den Aufschlag freigesetzt wurden, oder ob die Hülle dicht gehalten hat. Genesis sollte Original-Partikel der Sonne einsammeln und unbeschadet durch die Erdatmosphäre transportieren, damit die Nasa-Wissenschaftler besser den Ursprung unseres Sonnensystems ergründen können. Die einzigen Informationsquellen sind zurzeit uralte Meteoriten, von denen aber nicht klar ist, ob sie die seither verstrichenen 4,56 Milliarden Jahre unverändert überstanden haben. Die Sonnenwindpartikel stammen dagegen direkt von der Sonne selbst und sollten daher authentische Auskunft über unseren Stern und damit über den Ursprung unseres Sonnensystems geben.
[Quelle: Guido Meyer]