Dienstag, 06. Dezember 2022

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Hase, Lamm, Ei

Die Weihnachtsgeschichte ist ohne den legendären Stern von Bethlehem kaum vorstellbar. Doch rund um Ostern gibt es kaum Berichte mit himmlischem Bezug - allenfalls vage Hinweise auf eine Mondfinsternis.

Von Dirk Lorenzen | 31.03.2013

    Dennoch gibt sich das Firmament heute Mühe, ein wenig österliche Stimmung zu verbreiten. Nach Sonnenuntergang zeigt sich der "Oster"-Hase zu Füßen des Himmelsjägers Orion tief im Südwesten. Nach nur einer Stunde hoppelt er unter den Horizont.

    Dann versinkt auch der Widder im Nordwesten. Er zeigt sich nach Einbruch der Dunkelheit rechts unterhalb des Stiers.

    Der Widder ist das Lieblingssternbild aller Osterlämmer, ist er doch offenbar dem Schlachttermin entronnen und zu einem ausgewachsenen Tier geworden. Sein Hauptstern heißt Hamal - das ist das arabische Wort für Lamm.

    Kaum sind Hase und Widder von der Himmelsbühne abgetreten, geht im Nordosten der Schwan auf. Dieses Sternbild wird wegen seiner charakteristischen Form auch Kreuz des Nordens genannt - passt also ebenfalls bestens in die Ostergeschichte.

    Sinnigerweise befindet sich in seinen Grenzen der Eiernebel. Dies sind die Gasmassen, die ein alter Stern abstößt, der gerade sein Dasein beendet und vom Roten Riesen zum Weißen Zwerg wird.

    Für einige NASA-Forscher wirft dieser Stern gerade seine Hüllen ab, so wie sich ein schlüpfendes Küken durch eine Eierschale pickt.

    Das himmlische Ei einzusammeln, erfordert allerdings einen sehr weiten Osterspaziergang: Dieser Nebel ist 3000 Lichtjahre von uns entfernt - da lagen heute früh die irdischen Ostereier hoffentlich näher.

    Hubble-Beobachtungen des Eiernebels

    Informationen zum Sternbild Hase