
Der Generalunternehmer für das neue Nato-Hauptquartier in Brüssel, die BAM Alliance, stecke in erheblichen Zahlungsschwierigkeiten, schreibt das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". NATO-Sprecherin Oana Lungescuder bestätigte der Nachrichtenagentur dpa, dass das Unternehmen beim belgischen Staat zusätzliche Kosten und Zeit geltend gemacht habe, um das Projekt fertigzustellen. Belgien, das für den Vertrag verantwortlich sei, prüfe zur Zeit den Antrag. "Die NATO vertraut Belgien, dieses Projekt im Auftrag der Nato zu steuern", führte die Sprecherin aus. Nach bisherigen Planungen sollte der Bau am Brüsseler Stadtrand Anfang 2016 abgeschlossen sein.
"Der Spiegel" stützt seinen Bericht auf interne NATO-Dokumente. Unter anderen wird der Sprecher von BAM Alliance, Arno Pronk, zitiert. Demnach haben "mehrere unvorhergesehene Umstände einschließlich bedeutender höherer Sicherheitsanforderungen" der NATO dazu geführt, dass der Bau die ursprüngliche Vertragssumme übersteigt.
Laut "Spiegel" heißt es in einem Bericht der deutschen NATO-Vertretung vom 20. Dezember 2013: "Bedingt durch Fehlkalkulation und anhängige höhere Forderungen von Subunternehmen" sei die "im Haushalt vorgesehene Obergrenze von 1,05 Milliarden Euro nicht einzuhalten." Wenn nicht schnell Geld nachgeschossen würde, drohe ein Baustopp.
