
Einerseits sollten die Mediziner noch mehr Aufgaben übernehmen, andererseits werde bei den Hausarztpraxen der Spardruck erhöht, sagte der Verbandsvorsitzende Blumenthal-Beier der "Rheinischen Post". Das geplante Gesetz sei ein Zerstörungsprogramm und gefährde das von Warken angestoßene sogenannte Primärversorgungssystem, wonach der Hausarzt künftig die erste Anlaufstelle für Patienten sein soll. Die CDU-Politikerin torpediere somit ihre eigene Reformagenda.
Das Bundeskabinett berät kommende Woche über Warkens Sparpaket, das die gesetzlichen Krankenkassen um knapp 20 Milliarden Euro entlasten soll. Ziel ist es, steigende Kassenbeiträge zu vermeiden. Vorgesehen sind höhere Zuzahlungen und Einschnitte für Patienten, aber auch Ausgabenbeschränkungen für Praxen und Kliniken. Über wichtige Punkte ist sich die Regierung noch nicht einig.
Diese Nachricht wurde am 24.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
