
Alle bisherigen Auswertungen der Krankenkassen bestätigten, dass die telefonische Krankschreibung nicht zu einem höheren Missbrauch führe, sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbandes, Beier, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Es bleibe zu hoffen, dass die Politik sich an die Fakten halte. Beier fügte hinzu, telefonische Krankschreibungen entlasteten Praxen und schützten Patienten vor Ansteckungen im Wartezimmer. Zudem seien sie ein bewährtes Instrument zum Bürokratieabbau. Auch der Berliner Landesbeirat für Menschen mit Behinderung warnte vor einer Abschaffung. In der politischen Debatte würden chronisch kranke und behinderte Menschen schlicht vergessen.
Bundeskanzler Merz hatte am Samstag erklärt, ein Grund für den hohen Krankenstand in Deutschland sei die telefonische Krankschreibung.
Diese Nachricht wurde am 21.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
