Verteidigung
Haushaltsausschuss macht unter Auflagen Weg für Kauf von Kamikazedrohnen für Bundeswehr frei

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat der Beschaffung von Kamikazedrohnen für die Bundeswehr unter Auflagen zugestimmt.

    Sitzungsraum des Haushaltsausschusses zum Bundeshaushalt 2026 von außen. Die Fraktionen nehmen letzte Änderungen am Etatentwurf vor, bevor er im Bundestag zur Abstimmung steht
    Sitzung des Haushaltsausschuss des Bundestags (Archivbild) (picture alliance / dpa / Elisa Schu)
    Die Parlamentarier billigten damit Pläne des Verteidigungsministeriums. Demnach sollen in einem ersten Schritt mehrere tausend Geräte im Wert von rund 540 Millionen Euro beschafft werden. Zugleich begrenzte der Ausschuss Käufe auf jeweils eine Milliarde Euro und erlegte dem Ministerium Berichtspflichten auf.
    Die Flugkörper sollen der Bundeswehr-Brigade in Litauen bei der Abschreckung gegen Russland helfen. Sie sind mit einem Sprengkopf bestückt und können längere Zeit über einem Gebiet kreisen, bis ihnen ein Ziel zugewiesen wird, auf das sie dann niederstürzen. Es gibt Kritik an dem Geschäft, weil der US-Investor Thiel an einer der beiden deutschen Herstellerfirmen beteiligt ist. Thiel steht Rechtspopulisten nahe.
    Diese Nachricht wurde am 25.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.