
Die Journalisten Hajo Seppelt und Jörg Mebus hatten zu Beginn der Olympischen Winterspiele über angebliche Unregelmäßigkeiten bei der DESG und ein belastetes Verhältnis zwischen einigen Athleten und der Verbandsspitze berichtet.
Der Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) protestierte gegen das Hausverbot von Seppelt und Mebus. Die Nichtzulassung der Kollegen werde als klarer Eingriff in die Pressefreiheit gewertet, teilte der Verband mit. Die DESG werde mit öffentlichen Geldern gefördert; dies gehe mit einer Verantwortung einher. Dem Versuch, kritischen Sportjournalismus zu reglementieren, trete man vehement entgegen, schrieb der VDS.
ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky sprach von einem "klaren Eingriff in die Pressefreiheit".
Seppelt selbst nannte den Vorgang "beispiellos und einmalig in der Geschichte deutscher Sportverbände".
Seppelt selbst nannte den Vorgang "beispiellos und einmalig in der Geschichte deutscher Sportverbände".
Große weist Vorwürfe gegen Verband scharf zurück
DESG-Präsident Matthias Große hatte auf der Pressekonferenz zum Rundumschlag gegen die kritische Berichterstattung der ARD ausgeholt und sämtliche Vorwürfe entschieden zurückgewiesen. "Leute, die mich denunzieren und meinen Verband auf die Schlachtbank führen, mit denen teile ich nur noch den Gerichtssaal", so der 58-Jährige.
Der Lebensgefährte der fünfmaligen Olympiasiegerin Claudia Pechstein sprach von einem "Hassspiel" gegen den Verband, sich und auch seine Partnerin und bezeichnete den Bericht als "Schmutzkampagne".
Diese Nachricht wurde am 26.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
