Nach kritischem Bericht über Eisschnelllauf-Verband
Hausverbot für ARD-Mitarbeiter bei DESG-Pressekonferenz - Journalistenverband kritisiert "Eingriff in Pressefreiheit"

Nach einer kritischen Berichterstattung über die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) haben zwei ARD-Journalisten Hausverbot für eine Pressekonferenz erhalten. Das geht aus einem Schreiben hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

    Matthias Große, Präsident der Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft e. V. DESG, sitzt bei einem Verbandstag auf einem Podium.
    In der Kritik: Matthias Große, Präsident der Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (Archivbild) (Christophe Gateau / dpa / Christophe Gateau)
    Die Journalisten Hajo Seppelt und Jörg Mebus hatten zu Beginn der Olympischen Winterspiele über angebliche Unregelmäßigkeiten bei der DESG und ein belastetes Verhältnis zwischen einigen Athleten und der Verbandsspitze berichtet.
    Der Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) protestierte gegen das Hausverbot von Seppelt und Mebus. Die Nichtzulassung der Kollegen werde als klarer Eingriff in die Pressefreiheit gewertet, teilte der Verband mit. Die DESG werde mit öffentlichen Geldern gefördert; dies gehe mit einer Verantwortung einher. Dem Versuch, kritischen Sportjournalismus zu reglementieren, trete man vehement entgegen, schrieb der VDS.
    Diese Nachricht wurde am 26.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.