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StartseiteStreitkulturIst das Buch ein Auslaufmodell?21.07.2018

Heike Scholz vs. Alexander SkipisIst das Buch ein Auslaufmodell?

Millionen Leser haben sich vom gedruckten Buch verabschiedet und lesen gar nicht mehr, so eine Studie des deutschen Buchhandels. Schuld ist die digitale Überforderung im Alltag durch das Smartphone. Die Menschen fühlen sich vor allem von den sozialen Medien gestresst. Zerstört das Handy die Lust am Buch?

Moderation: Karin Fischer

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Ein Smartphone liegt neben einem aufgeschlagenen Buch (Deutschlandradio / Frank Barknecht)
Mal ein Buch lesen - oder doch schnell zu Facebook, Twitter, Instagram ...? (Deutschlandradio / Frank Barknecht)
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Heike Scholz, Gründerin des Online-Magazins "mobile zeitgeist", Autorin und Beraterin für digitale Technologien in Berufs- und Alltagsleben (Malte Klauck)Heike Scholz (Malte Klauck)Heike Scholz, Gründerin des Online-Magazins "mobile zeitgeist", Autorin und Beraterin für digitale Technologien in Berufs- und Alltagsleben:

"Das gedruckte Buch ist ein Auslaufmodell. Es wird auf absehbare Zeit das gleiche Schicksal ereilen wie es schon die Sofortbildkamera oder die Langspielplatte ereilt hat: Es wird ein Nischenprodukt werden. Das heißt, es wird nicht ganz verschwinden: Die Liebhaber oder Menschen mit entsprechender Lebenshaltung, die noch im Buch blättern möchten, werden das weiter machen; aber der größte Teil wird sicherlich abwandern zu entweder Nichtlesern oder zu Lesern im digitalen Raum."

Der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Alexander Skipis (picture alliance / dpa / Hendrik Schmidt)Alexander Skipis (picture alliance / dpa / Hendrik Schmidt)Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des deutschen Buchhandels:

"Ich denke, dass das Buch eine große Zukunft erst vor sich hat, und ich spreche vom Prinzip Buch, das heißt vom Inhalt. Denn das Buch ist die passgenaue Antwort auf ein tiefes menschliches Bedürfnis, das schon erkennbar wurde, als es nur Geschichtenerzähler gab und noch nicht die kodifizierte Sprache. Und gerade in der Digitalisierung hat das Buch eine Chance, weil es ein Gegenpol zu einer Multitasking-Gesellschaft ist, die die Menschen sehr stark unter Stress setzt."

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