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Helfende Hand für Gaststudenten

    Das Bundesaußenministerium hat im Dezember den Frankfurter Verein zur Förderung ausländischer Studierender in Not e.V. für seine Arbeit mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Mark ausgezeichnet. Der Verein greift ausländischen Studenten unter die Arme, die unverschuldet in Not geraten sind. Die "Not" ist dabei meist finanzieller Art, erklärt Ulrike Hammer, die den Verein zusammen mit dem Leiter der Akademischen Auslandstelle der Uni Frankfurt, John-Andrew Skillen, 1994 gegründet hat: "Viele Studenten kommen in Probleme, wenn sie Wohnungskautionen bezahlen müssen. Auch wenn jemand zuhause gestorben ist und sie in die Heimat reisen müssen, geben wir einen Zuschuss." Das Durchschnittseinkommen bei ausländischen Studierenden liegt deutlich unter dem der deutschen. Aus Unwissenheit oder aus Scham suchen und finden viele Gaststudenten keine Hilfe, wenn das Geld einmal zu knapp geworden ist. Mitschuld sind daran die Ausländergesetze. "Wer zum Zweck des Studiums eine Aufenthaltsgenehmigung will, muss vor der Einreise nachweisen, dass er über ein ausreichendes Einkommen verfügt", so Ulrike Hammer. Oft müssten die Studenten und Studentinnen aber dennoch dazuverdienen und begeben sich prompt in eine rechtliche Grauzone. Said Husseini vom Ausländerreferat in Frankfurt: "Ausländische Studenten sind ihren deutschen Kommilitonen nicht gleichgestellt." Der Verein hilft in schwierigen Situationen unbürokratisch weiter. Er versteht sich allerdings nicht als Geldgeber, sondern in erster Linie als eine Interessenvertretung, so John-Andrew Skillen: "Wir wollen ein Sprachrohr sein - dazu brauchen wir den Verein, um nicht immer den Dienstweg gehen zu müssen."

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    Nähere Informationen: John-Andrew Skillen, Schriftführer des Vereins, Leiter der Akademischen Auslandsstelle der Goethe-Universität, Telefon 069/798-22263, E-Mail: Skillen@em.uni-frankfurt.de Konto für Spenden und Mitgliedsbeiträge: Evangelische Kreditgenossenschaft, Konto Nr.: 400 15 16, BLZ: 500 605 00