Samstag, 21. Mai 2022

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Heribert Bruchhagen
"Ich gehe dem Fußball nicht ganz verloren"

Heribert Bruchhagen geht in aufregenden Zeiten. Der Vorstandsvorsitzende von Eintracht Frankfurt gibt sein Amt nach über 12 Jahren auf. Nach dem Sieg gegen Dortmund kann der Verein am letzten Spieltag mit einem Unentschieden in Bremen den Klassenerhalt klar machen. Eine unerwartet schwierige Saison, sagte Bruchhagen im DLF.

Heribert Bruchhagen im Gespräch mit Marina Schweizer | 07.05.2016

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Bruchhagen bei seinem Abschied vor dem Spiel Frankfurt - Dortmund (dpa/picture_alliance/Ronald Wittek)
Es war ein emotionaler Tag für Heribert Bruchhagen. Zuerst die Verabschiedung als Vorstandsvorsitzender mit Blumen und Rede im Stadion. Dann das knappe Spiel gegen Dortmund. "Wir waren krasser Außenseiter", sagte Bruchhagen. Dennoch reichte es zum 1:0 für die Eintracht.
Dennoch könnte Bruchhagen in dieser Saison noch der Abstieg erwarten. Mit einer Niederlage in Bremen könnte die Eintracht leicht in die Relegation abrutschen. Mit dem direkten Absteig rechnet der Vorstandsvorsitzende nicht mehr. Dafür müsste Stuttgart nicht nur drei Punkte, sondern auch sechs Tore gut machen.
Genug Erfahrung und Wissen
Dass diese Saison so schwierig werden würde, habe er nicht erwartet, gibt Bruchhagen zu. Die Vorbereitungen im Verein seien aber gut gewesen. Alle Beteiligten im Verein hätten genug Erfahrung und Wissen über die Bundesliga.
Wer künftig den Vorstandsvorsitz bei der Eintracht übernehme, das müsse der Aufsichtsrat entscheiden, erklärte Bruchhagen. Und über seine eigene Zukunft wollte er ebenfalls nicht zu viel verraten. Nur eines: "Ich gehe dem Fußball nicht ganz verloren."
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