Fast Fashion
Hersteller von Billigkleidung sollen für Entsorgung bezahlen - Eckpunkte für Gesetz vorgelegt

Bei der Entsorgung von Altkleidern sollen die Hersteller künftig in die Pflicht genommen werden.

    Berlin: Carsten Schneider (SPD), Bundesminister für Umwel steht mit Eike Müller, Leitung Büro Berlin, im Charity Lab der Deutschen Kleiderstiftung.
    Bundesumweltminister Schneider besucht die Deutsche Kleiderstiftung (Lilli Förter / dpa / Lilli Förter)
    Bundesumweltminister Schneider präsentierte in Berlin Eckpunkte für ein entsprechendes Gesetz. Der SPD-Politiker sagte, wer massenhaft Wegwerf-Klamotten auf den Markt bringe, solle auch für die flächendeckende Sammlung und eine sinnvolle Verwertung bezahlen. Dies gelte vor allem für die vielen Billigimporte aus China. Mit der Regelung soll eine EU-Richtlinie zur Abfallentsorgung umgesetzt werden.
    Die Deutsche Umwelthilfe kritisierte, dass die Hersteller nicht auch zu weniger Textilmüll und zu mehr Wiederverwendung von Alttextilien verpflichtet würden. In Deutschland würden 55 Prozent mehr Kleider weggeworfen als noch vor zehn Jahren, hieß es.
    Diese Nachricht wurde am 27.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.