Gießen
Hessens Regierungschef Rhein (CDU) verurteilt Gewalt bei Protesten gegen Gründung von AfD-Jugendorganisation

Hessens Ministerpräsident Rhein hat die Gewalt bei Protesten gegen die Gründung der neuen AfD-Jugendorganisation in Gießen kritisiert.

    Zusammenstöße von Anti-AfD-Demonstranten und Polizei auf der Gießener Straße in Heuchelheim, nachdem die Demonstranten von der angemeldeten Route abgewichen waren.
    Protest gegen Neugründung der AfD-Jugendorganisation in Gießen (picture alliance / dpa / Lando Hass)
    Der CDU-Politiker erklärte, der Rechtsstaat garantiere die Freiheit zur Versammlung, zur Bildung politischer Gruppierungen und zur Äußerung von Meinungen. Er dankte den Polizisten für ihren Einsatz. Die AfD-Vorsitzende Weidel nannte die Proteste zutiefst undemokratisch und sprach von einer Gewaltbereitschaft, vor der man sich regelrecht fürchten müsse. Das Aktionsbündnis "Widersetzen" warf hingegen der Polizei vor, Gewalt angewendet zu haben.
    Gegen die Gründung der neuen AfD-Jugend "Generation Deutschland" hatten nach Polizeiangaben rund 30.000 Menschen demonstriert. Der Protest verlief zumeist friedlich. Ein Teil der Demonstranten versuchte aber, Zufahrten zu blockieren. Laut Polizei kam es zu Flaschen- und Steinwürfen auf Beamte.
    Diese Nachricht wurde am 30.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.