UNO-Vollversammlung
"Heute entscheiden die Waffen": Selenskyj beklagt Schwäche der internationalen Institutionen angesichts von Kriegen und Konflikten

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat eine Schwäche internationaler Institutionen angesichts der globalen Konflikte beklagt.

    Selenskyj sagte in der Generaldebatte der UNO-Vollversammlung in New York, heute entschieden Waffen und nicht das internationale Recht darüber, wer überlebe und wer nicht. Die Waffen entwickelten sich inzwischen schneller als die eigene Fähigkeit, sich zu verteidigen. Ein Beispiel seien Drohnen. Diese seien früher komplex und teuer gewesen. Heute könnten einfache Drohnen tausende Kilometer zurücklegen. Selenskyj warf zudem Russland vor, im Angriffskrieg gegen sein Land eine Waffenruhe abzulehnen. Man müsse alles dafür tun, Russland zu stoppen. Ausdrücklich erwähnte er auch das jüngste Eindringen russischer Drohnen in den polnischen Luftraum und die Verletzung des estnischen Luftraums durch russische Kampfflugzeuge.
    Gestern hatte die Präsidentin der Vollversammlung, die frühere Bundesaußenministerin Baerbock, die Generaldebatte eröffnet. UNO-Generalsekretär Guterres forderte ein Ende der Kriege weltweit und betonte, Frieden sei die erste Pflicht der Vereinten Nationen. US-Präsident Trump higegen stellte die Bedeutung der UNO für die Lösung von Konflikten in Abrede.
    Diese Nachricht wurde am 24.09.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.