Würzburg
Hildesheimer Bischof Wilmer ist neuer Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz

Die katholische Deutsche Bischofskonferenz hat den Hildesheimer Bischof Wilmer bei ihrer Frühjahrs-Vollversammlung in Würzburg zum neuen Vorsitzenden gewählt.

    Heiner Wilmer, Bischof von Hildesheim, steht vor dem Bischofspalais.
    Heiner Wilmer, Bischof von Hildesheim (picture alliance / dpa / Julian Stratenschulte)
    Er sei dankbar für das Vertrauen seiner Amtskollegen, sagte der 64-Jährige nach der Wahl. Wilmer gilt als fortschrittlich. In seinem Bistum gibt es alternative Leitungsmodelle auch mit Frauen in Führungspositionen, zudem begrüßt er die Möglichkeit zur Segnung homosexueller Paare. Er bekennt sich zum sogenannten Synodalen Weg, dem Reformprozess in der katholischen Kirche. Zu seinen wichtigsten Aufgaben gehört es, die Spaltung der Bischofskonferenz in dieser Frage zu überwinden und dies auch in Rom zu vermitteln.
    Der bisherige Amtsinhaber Bätzing hatte in seiner Abschiedsrede am Sonntag gesagt, er glaube nicht, dass in naher Zukunft alle in dieselbe Richtung gehen würden. Er äußerte die Hoffnung, dass der künftige Vorsitzende die Konflikte so moderieren könne, dass man einander verstehe. Der Limburger Bischof galt als entschiedener Befürworter eines Reformkurses. Dies führte immer wieder zu Konflikten mit dem Vatikan. Bätzing hatte erklärt, nicht für eine zweite Amtszeit zu kandidieren.
    Diese Nachricht wurde am 24.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.