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StartseiteHintergrundHilfsbereitschaft wie noch nie13.01.2005

Hilfsbereitschaft wie noch nie

Das staatliche und private Engagement für die Flutopfer

<em> Die Kartons sind noch gar nicht ausgepackt, er hat neue Saris, habe ich gesehen, ganz fantastisch. Das sind rund 500 Kilo sogar, die wir gekriegt haben, fantastisch.</em>

Von Philip Banse

Überall werden Spenden für die Flutopfer gesammelt. Die Die Spenden-Bereitschaft ist groß. (AP)
Überall werden Spenden für die Flutopfer gesammelt. Die Die Spenden-Bereitschaft ist groß. (AP)
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Gerd Radtke schleppt fest verschnürte Säcke in den Keller, sein Spendenlager. Ständig kommen Menschen bei den Radtkes in Berlin Zehlendorf vorbei, um Spenden abzugeben: Fußballschuhe, Spielsachen, Kleidung. Denn das Ehepaar Radtke hat gleich nach der verheerenden Flut in Asien angefangen, private Hilfe zu organisieren. Die 55jährige Marie Radtke kam vor 30 Jahren aus Sri Lanka. Bei der Flut hat sie viele Verwandte und Freunde verloren. Die gelernte Bürokauffrau ist heute arbeitslos. Helfen sei ihre Pflicht als Singalesin, sagt sie:

Den Moment, da ich das sah, dachte ich, kann nicht heulen, ich muss raus aus der Wohnung. Ich bin von Nachbar zu Nachbar gegangen, sämtliche Häuser geklingelt, habe gesagt: Bitte sammeln sie Decken, Handtücher, Bettwäsche, Damenbekleidung, Herrenbekleidung, Kinderkleidung, erste Hilfe, Aspirin und so weiter.

Marie Radtke hat Kontakt zu einer Organisation in Sri Lanka, die all die Hosen, Hemden, Rollstühle und ein paar Weltempfänger verteilen wird. Nun werden also indische Saris wieder nach Indien geflogen. Alleine Transport und Flug kosten über 6000 Euro - dafür bekommt man weit mehr Kleidung, als in den Keller des Ehepaars Radtke passt.

Von solchen Hilfsaktionen hört Burkhard Wilke viel in diesen Tagen. Der Spendenexperte und wissenschaftliche Leiter des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen kann nur den Kopf schütteln:

Nahezu alle Organisationen haben dazu aufgerufen keine Sachspenden zu machen. Das ist auch das, was wir immer sagen: Geldspenden sind viel flexibler einsetzbar. Man muss sicher sehen, dass Sachspenden das Bedürfnis Menschen befriedigen, hier greifbar zu helfen, auch erfahrbar zu helfen. Aber man muss sicher fragen, ob das in diesem Fall nicht eher eine egoistische Bedürfnisbefriedigung ist, als, dass man damit wirklich effektiv helfen würde.

Und so haben die Deutschen vor allem Geld gespendet. Viel Geld. Nach dem sintflutartigen Tsunami vor gut zwei Wochen rollt nun eine Spendenwelle auf Asien zu, wie es sie bisher nicht gegeben hat. Und die Deutschen zählen weltweit zu den spendabelsten Helfern. Die Bundesregierung gibt 20 Millionen Euro für sofortige Hilfe aus. Für den langfristigen Wiederaufbau hat der Bundeskanzler 500 Millionen Euro versprochen - nur Australien will mehr Geld für die Flutopfer überweisen.

Doch vor allem die Spenden privater Hausalte und Firmen brechen alle Rekorde. Stehcafés überweisen von jeder Packung Röstkaffee einen Euro an die Flutopfer; Michael Schuhmacher spendet 7,5 Millionen Euro, die Deutsche Bank zehn; Billigflieger sammeln in der Luft für Asien; Schlagerfrau Gitte Hennings singt für Sri Lanka und Starköche servieren 5-gängige Benefiz-Menüs. Die Fernsehsender überboten sich mit Spendengalas. Die Organisation "Ärzte ohne Grenzen" können das ganze Geld in Asien schon nicht mehr ausgeben. 70 Millionen Euro sind allein auf den Konten der zehn Hilfsorganisationen des Bündnisses "Deutschland hilft" eingegangen, über 17 Millionen wurden bisher ausgegeben, sagt die Vorsitzende der Aktion, Manuela Rossbach:

Wir haben dieses Geld aber auch dringend gebraucht. Denn wir haben sofort, nachdem die Katastrophe bekannt wurde, agieren können. Menschen wurden in sichere Gebiete gebracht, oder den Obdachlosen wurden gleich Decken, Kochgeschirr und Nahrungsmittel gegeben.

In den gut zwei Wochen nach der Katastrophe haben die Deutschen nach Angaben des Deutschen Zentralinstituts für Soziale Fragen, weit mehr als 350 Millionen Euro für die Flutopfer in Asien gespendet - soviel wie noch nie und mehr als nach der Oderflut, sagt der Institutsleiter und Spendenexperte Burkhard Wilke:

Nach allem was wir wissen über das Spendenaufkommen über das Spendenaufkommen in Deutschland, setzt es sich zum Großteil aus kleinen und mittelgroßen Einzelspenden zusammen. Das sind Spenden von 10 Euro bis zu 200, 300 Euro. Die Unternehmen haben auch gespendet, auch größere Summen. Aber der Großteil kommt durch die kleinen Einzelspenden zusammen.

Der durchschnittliche Spender sei 50 Jahre alt und eine Frau, sagt Spendenforscher Wilke. Arme Menschen würden einen vergleichsweise größeren Teil ihres Einkommens spenden als reiche Menschen:

Neben den privaten Spendern und Hilfsorganisationen spielt die Bundesregierung eine tragende Rolle bei der Hilfe für die Flutopfer. Drei Tage nach der Katastrophe hat das Kabinett 20 Millionen Euro bereitgestellt, um schnell helfen zu können. Davon sind nach Angaben des Auswärtigen Amtes bis heute über 10 Millionen Euro ausgegeben worden.

Dieses Geld wurde an Hilfsorganisationen überwiesen, die damit bereits existierende Projekte ausbauen oder vor Ort Nothilfe leisten konnten. Gleich am 26. Dezember ging zum Beispiel eine Million Euro an die Deutsche Welthungerhilfe, die Plastikplanen und Trink-Wasser kaufen konnte. Zwei Millionen Euro bekam das Technische Hilfswerk THW, um ins Indonesische Banda Aceh zu fliegen und dort für Trinkwasser zu sorgen . 200.000 Euro erhielt die Caritas für medizinische Erstversorgung in Sri Lanka; wegen der schlimmen Lage vieler Kinder überwies die Bundesregierung in dieser Woche über 4 Millionen Euro an das UN-Kinderhilfswerk Unicef.

Neben finanzieller Hilfe für andere Organisationen spannte das Berliner Kabinett auch Beamte und Einrichtungen des Bundes für die Asienhilfe ein. So versuchen 44 Experten des Bundeskriminalamtes, BKA, in Thailand, Leichen zu identifizieren. Außerdem wurde die Bundeswehr in humanitärer Mission entsandt.

Ich versuche mal die Marine zu bekommen - Ja, Oberstleutnant Latussek, Einsatzführungskommando.

Das Einsatzführungskommando der Bundeswehr, ein Duzend Container hinter einem hohen Metallzaun auf dem Gelände der Henning von Treskow-Kaserne in Potsdam. Von hier aus werden alle Einsätze der Bundeswehr geleitet, weltweit - auch die humanitäre Mission zur Hilfe der Flutopfer in Banda Aceh, wo 100.000 Menschen starben und 700.000 obdachlos sind.

Ein 30 Quadratmeter großer Raum im zweiten Stock. Fünf Soldaten sitzen vor Computern, einer telefoniert. An der Wand eine Landkarte von Sumatra.

Ich telefoniere mir die Seele aus dem Leib, hier ist die ganze Zelle voll und geht keiner ran - so geht's nicht!

Das Sanitätsschiff "Berlin" der Bundesmarine liegt seit heute vor Banda Aceh. Auf diesem schwimmenden Krankenhaus können 44 Patienten stationär versorgt werden, 4 davon auch intensiv. In Banda Aceh selber bauen 50 Bundeswehr-Soldaten ein Feldlazarett auf. In den Zelten können demnächst rund 30 Patienten stationär versorgt werden. Ambulant wird die Bundeswehr täglich bis zu 600 Patienten versorgen können, sagt Koordinator Oberfeldarzt Stefan Krull:

Vor Ort ist im Moment gerade ein Masernausbruch im Gange, hier helfen wir mit zwei Ärzten mit Massenimpfungen. Größere Probleme in Richtung anderer Seuchen sind zur Zeit nicht zu sehen. Aber es sind noch sehr, sehr viele Leute verletzt, die einfach weil die Krankenhäuser gefehlt haben, noch nicht versorgt sind. Es gibt dort in Banda Aceh ein australisches Krankenhaus mit 55 Betten, aber das ist überlastet. Und hier können wir deutlichen entlasten.

Doch noch steht das Lazarett nicht. Das Material für das Krankenhaus kann nicht direkt in Banda Aceh landen, weil der Flugplatz zu klein ist. Vom Flughafen Medan bis Banda Aceh sind es 20 gefährliche Autostunden.

Im Lagezentrum der Bundeswehr in Potsdam koordiniert Rene Klostermann, 35, den Einsatz des THW in der Region Banda Aceh. 46 THW-Helfer haben dort zwei Wasseraufbereitungsanlagen errichtet, zwei weitere sollen noch folgen.

Wir sind jetzt in der Lage 246.000 Liter aufzubereiten am Tag, das entspricht etwa 36.000 Menschen, die wir versorgen können. Wir wollen aufstocken auf 714.000 Liter, das wären 114.000 Menschen.

THW-Techniker, Kriminalisten in Thailand, Bundeswehr in Banda Aceh - die kurzfristige Hilfe ist angelaufen. Doch zwei Wochen nach der Flut hat die Diskussion um einen langfristigen Wiederaufbau der zerstörten Regionen längst begonnen.

Wie kaum ein anderes Land will sich die Bundesrepublik am langfristigen Wiederaufbau der Katastrophengebiete beteiligen. Bundeskanzler Schröder hat für die kommenden fünf Jahre 500 Millionen Euro versprochen. Das Geld soll in den kommenden 3 bis 5 Jahren in Sri Lanka und der indonesischen Region Banda Aceh ausgegeben werden, und zwar vor allem für Wasseraufbereitung, Gesundheitsvorsorge und den Wiederaufbau von Schulen. 50 Millionen Euro Summe will die Bundesregierung der UN-Soforthilfe überweisen.

Um die Finanzierung der 500 Millionen Euro Hilfe ist eine rege Diskussion entbrannt. Die Opposition will wissen, woher das Geld genommen wird. Bundeskanzler Schröder sagt nur, die 500 Millionen würden über fünf Jahre ausgegeben, das seien 100 Millionen jährlich. Da habe man schon ganz andere Summen lockergemacht, heißt es im Außenministerium. Über Kredite, versicherte das Kabinett gestern noch einmal, werde die Hilfe jedenfalls nicht finanziert.

Entwicklungshilfeorganisationen fürchten, die 500 Millionen Euro könnten anderen Hilfsprojekten in Afrika entzogen werden. Dazu sagte Außenminister Joschka Fischer:

Selbstverständlich sind Krisen wie im Kongo, in Zentralafrika, im Gebiet der Großen Seen, aber auch in Dafur im Sudan, an anderer Stelle in der Welt nicht weniger wichtig geworden. Und die notleiden Menschen dort haben denselben Anspruch auf unserer Solidarität. Das darf keine Alternative sein und aus Sicht der Bundesregierung ist es auch keine.

Fischers Worte haben Katja Maurer von der Frankfurter Hilfsorganisation "Medico International" etwas beruhigt. Für die Entwicklungshelferin steht eine andere Frage im Mittelpunkt:

Die Fragen ist vor allen Dingen: Wie werden sie gerechnet? Wird der gesamte Bundeswehreinsatz gerechnet? Wird er abgezogen? Dann sind da schon mal relativ viele Millionen weg. Das wissen wir aus der Flutkatastrophe in Mozambique, wo der Bundeswehreinsatz immense Kosten verursacht hat und damit schon sehr viele Mittel für die Nothilfe draufgegangen sind.

In der Tat scheint die Asienhilfe für dieses Jahr schon fast aufgebraucht. Denn die 500 Millionen sollen ja über fünf Jahre gezahlt werden, das macht jedes Jahr rund 100 Millionen Euro. In diesem Jahr wird davon der Bundeswehreinsatz in Banda Aceh bezahlt. Kosten: Rund 15 Millionen Euro. Außerdem hat Bundesentwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul der UNO Geld für Soforthilfe überwiesen: Kosten 50 Millionen Euro. Bleiben für dieses Jahr noch rund 35 Millionen Euro. Darüber hinaus will die Bundesregegierung beim Potsdamer Geo-Forschungs-Zentrum ein Tsunami-Warnsystem bestellen. Kosten: 40 Millionen Euro. Wird auch das aus dem Topf der Asienhilfe bezahlt, ist er für dieses Jahr leer.

Da bliebe nicht mehr viel Spielraum für Bundesfinanzminister Hans Eichel, der nach Angaben der Financial Times Deutschland verlangt, auch das beschlossene Schuldenmoratorium für die betroffenen Staaten auf die 500 Millionen Euro anzurechnen. Allein Sri Lanka und Indonesien müssten in diesem Jahr rund 450 Millionen Euro Schulden an Deutschland zurückzahlen. Darauf will Deutschland vorerst verzichten. Welche Kosten da entstehen ist noch ebenso unklar, wie die Frage, womit sie bezahlt werden sollen.

Kritiker klagen, die Bundesregierung müsste längst ein Konzept haben, wie die 500 Millionen Euro ausgegeben werden. Katja Maurer von der Hilfsorganisation "Medico International" erscheint dieser Drang zur Eile gefährlich:

Und das ist ein Fehler, der sehr häufig geschieht, dass man voller guten Willens ist und dann schnell etwas hinstellt und gar nicht dass Interesse der Überlebenden der Katastrophe berücksichtigt, dass also zum Teil Potemkinsche Dörfer für die Gebenden entstehen, die Leute darin aber nicht wohnen.

Entwicklungshelferin Maurer fordert daher, dass die Betroffnen bei allen Projekten eng mit einbezogen werden. "Medico International" arbeitet beispielsweise mit lokalen Organisationen zusammen, die genau wissen, was vor Ort gebraucht wird. So werde wirksam und dauerhaft geholfen.

Einen Erfolg versprechenden Weg die Hilfe der Zivilgesellschaft anzuvertrauen, hat die Bundesregierung nach Meinung von Peter Wolf, schon eingeschlagen: Gestern traf sich der Bundeskanzler mit Vertretern der Bundesländer, Städte und Gemeinden. Sie beschlossen, die Kommunen eng in den Wiederaufbau einzubinden und Partnerschaften zwischen deutschen und asiatischen Kommunen zu organisieren.

Wir haben die Chance, die Notwendigkeit einer engeren Entwicklungszusammenarbeit nicht nur als eine Sache zwischen Regierungen zu sehen, sondern sie im Bewusstsein unserer Bevölkerung dauerhaft zu verankern. Das ist eine Riesenchance und diese Chance wollen wir miteinander nutzen.

Wer langfristige Partner in Asien sucht kann sich ab sofort an die "Servicestelle Kommunen in der einen Welt" des Entwicklungshilfe-Ministeriums wenden. Über 250 Firmen, Schulen, Verbände und auch Fan-Clubs von berühmten deutschen Sportlern haben dort bereits langfristige Hilfe angeboten. München wird das völlig zerstörte Batticaloa auf Sri Lanka beim Wiederaufbau unterstützen. Duisburg will mit der Kindernothilfe eine Hilfsaktion für den Distrikt Kalmunai im Osten Sri Lankas starten.

Ab kommenden Montag soll das Außenministerium deutsche Städte und Gemeinden mit asiatischen Projekten zusammenbringen. Realistisch werde das jedoch erst in zwei, drei Wochen klappen, sagt eine Sprecherin der Koordinierungsstelle - wenn Bürgermeister und Schulleiter in den Flutgebieten wieder etwas Luft haben.

So lange möchte nicht jede Kommune warten.

Jetzt machen sie mal auf. Da ist das ganze Geld drin, alles verriegelt und verrammelt. So, das ist das Geld vom Ernst-Reuter-Saal, und das ist das, was wir gesammelt haben bei dem Turmblasen, das sind 1600 Euro vom Dominicus-Krankenhaus, das Dominicus-Krankenhaus hat einen Gottesdienst abgehalten und da haben die Mitarbeiter gespendet.

Rund 5000 Spenden-Euro hat Marlies Wanjura in ihrem kleinen Wandtresor. Sie ist Bürgermeister des Berliner Bezirks Reinickendorf.

Marlies Wanjura ist keine Frau, die sich an Koordinierungsstellen wendet. Als ein befreundetes Ehepaar aus Thailand zurückkehrte und berichtete, wie es der Welle nur knapp entronnen und anschließend in einem thailändischen Hospital hervorragend versorgt worden war, wusste Marlies Wanjura, wie sie der Hilfe ein Gesicht geben konnte.

Peter Wolff vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik hält die kommunalen Partnerschaften im Prinzip für eine gute Idee. Sie seien sehr nah an den Menschen und seien oftmals sehr langlebig. Allerdings:

Es wird sehr drauf zu achten sein, dass die Partner bei dieser Hilfe nicht überfordert werden, in dem Sinne, dass nicht Maßnahmen angestoßen werden, die die Partnerkommunen nicht dauerhaft tragen können. Das nennt man in der Entwicklungszusammenarbeit das Problem der Nachhaltigkeit. Es sollten nur solche Projekte angestoßen werden mit den Partnern und anfinanziert werden, die die Partner dann langfristig auch weiterfinanzieren können.

Die kurzfristige Hilfe aus Deutschland ist also im Katastrophengebiet angekommen und funktioniert. Der langfristige Wiederaufbau muss - da sind sich die Experten einig - zentrale Prinzipien beachten: Wenn Projekte geplant und umgesetzt werden, muss die Bevölkerung maßgeblich beteiligt werden. Staatliche Hilfen sollten für den Aufbau der Infrastruktur genutzt werden. Private Organisationen können sich besser um die Wiederbelebung der Wirtschaft kümmern.

Was bisher an Plänen für den langfristigen Wiederaufbau bekannt ist, geht in die richtige Richtung, sagt Peter Wolf vom Deutschen Institut für Entwicklungshilfe. Eines jedoch sollten die wohlmeinenden Helfer in aller Welt nicht vergessen:

Wir haben es mit souveränen Staaten zu tun. Und alle Staaten, mit denen wir es zu tun haben, mit Ausnahme von Burma, sind demokratische Staaten. Wir können den Ländern also durchaus vertrauen, dass sie die Dinge - was Mittel- und Langfristige angeht - auch selbst in die Hand nehmen und dass sie das auch steuern können. Es muss ihnen unter die Arme gegriffen werden, aber es handelt sich um relativ leistungsfähige Länder, die ihre Probleme und Angelegenheiten auch selbst und selbstbewusst in die Hand nehmen werden.

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