Drei Jahre Bürgerkrieg
Hilfsorganisationen fordern mehr Unterstützung für Notleidende im Sudan

Rund drei Jahre nach Ausbruch des Bürgerkriegs im Sudan fordern Hilfsorganisationen zusätzliche Mittel zur Unterstützung der notleidenden Bevölkerung.

    Zwei Betreuer spielen mit vielen Kindern ein Spiel, bei dem man beide Hände hochhält. Manche Kinder lachen. Die Luft ist staubig. Im Hintergrund Zelte.
    Vertriebene Kinder aus dem sudanesischen El Fasher in einem Lager in der Region Darfur. (Marwan Mohammed / NRC via AP / dpa / Marwan Mohammed)
    Die Präsidentin der "Diakonie Katastrophenhilfe", Pruin, verlangte eine internationale Kraftanstrengung. Man müsse der derzeit größten humanitären Katastrophe wirksam begegnen, sagte sie. Sonst würden viele Menschen, die schon heute akut hungerten, ein viertes Kriegsjahr nicht überleben.
    Auch die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" hält die zur Verfügung stehenden Mittel bei weitem nicht für ausreichend. Landeskoordinatorin Bazerolle sagte der Nachrichten-Agentur KNA, der Krieg im Sudan gerate aufgrund anderer Kriege zusehends in den Hintergrund.

    UNO: Schlimmste humanitäre Krise weltweit

    In dem nordostafrikanischen Land kämpfen die sudanesische Armee und die paramilitärischen "Rapid Support Forces" seit April 2023 um die Vormachtstellung. Beiden Seiten werden Gräueltaten in den von ihnen kontrollierten Gebieten vorgeworfen. Anlässlich des dritten Jahrestags des Kriegsbeginns im Sudan ist am 15. April in Berlin eine internationale Geberkonferenz geplant. Nach Einschätzung des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR herrscht in dem nordostafrikanischen Land die schlimmste humanitäre Krise weltweit. Die Vereinten Nationen gehen zudem von bislang insgesamt 40.000 Todesopfern durch den Konflikt aus.
    Diese Nachricht wurde am 10.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.