Krankheiten
Hilfsorganisationen halten Ebola-Bekämpfung im Kongo für unzureichend

Einen Monat nach Bekanntwerden des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo haben Hilfsorganisationen die Gegenmaßnahmen als unzureichend kritisiert.

    Kongo, Bunia: Medizinisches Personal wird im Einsatz gegen die Ebola-Epidemie desinfiziert an der Citadelle-Klinik.
    Ebola im Kongo - Hilfsorganisationen halten die Maßnahmen zur Bekämpfung für zu gering. (Moses Sawasawa / AP / dpa / Moses Sawasawa)
    Es fehle an Diagnostik und einer effektiven Nachverfolgung von Kontaktpersonen, teilte die medizinische Nothilfekoordinatorin von "Ärzte ohne Grenzen" in dem Land, White, mit. Zudem kenne niemand das tatsächliche Ausmaß des Ausbruchs. Die Kinderhilfsorganisation "Save the Children" warnte vor Folgen wie Hunger und der Verschärfung von Konflikten. Besonders betroffen seien Kinder.
    Inzwischen wurden im Kongo mehr als 780 Ebola-Infektionen bestätigt. Darunter sind 181 Todesfälle.
    Diese Nachricht wurde am 15.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.