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StartseiteHintergrundHinter den Bergen will keiner bleiben25.04.2010

Hinter den Bergen will keiner bleiben

Die nordportugiesische Region Tras-ós-Montes blutet aus

Die Region gilt als extrem strukturschwach, schon immer. Nicht umsonst heißt dieser Teil des portugiesischen Hinterlandes auch Tras-ós-Montes – zu Deutsch: "Hinter den Bergen". Seit Jahrzehnten blutet der Landesteil aus, vor allem, weil es kaum Arbeit gibt. Doch es gibt Leute, die dagegen kämpfen.

Von Reinhard Spiegelhauer

Landschaftlich schön, aber keine Arbeit: Tras-os-Montes (Stock.XCHNG / Michal Dobrotka)
Landschaftlich schön, aber keine Arbeit: Tras-os-Montes (Stock.XCHNG / Michal Dobrotka)
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Claudia Patricia lächelt etwas schüchtern, wischt verlegen die Espressomaschine ab. Was macht man denn so, als junger Mensch in Boticas, habe ich gefragt:

"Man geht ins Café oder den Fitnessklub, manchmal auch ins Kino - aber meistens ins Café, und jetzt wo das Fitnessstudio aufgemacht hat, gehen da auch viele Leute hin, oder ins Schwimmbad, es gibt ein schönes hier."

Es ist eine schöne Gegend hier - anders als im trockenen Süden leuchten die Hänge der Mittelgebirgslandschaft in sattem Grün; die Luft ist klar und frisch – außer vielleicht hier am Busbahnhof des Städtchens, der erst vor ein paar Jahren gebaut worden ist. In der kleinen Cafeteria hier kann man sich nach der Ankunft stärken – allerdings steht außer mir niemand am Edelstahl-Tresen. Und Fremde kommen ohnehin nicht oft in die Gegend.

Die Region gilt als extrem strukturschwach – schon immer. Nicht umsonst heißt dieser Teil des portugiesischen Hinterlandes auch Tras-ós-Montes – zu Deutsch: "Hinter den Bergen". Für die Menschen in den weiter südlich gelegenen Gegenden rund um die Zentren Porto und Lissabon war der äußerste Nordosten schon immer ein unbedeutender Fleck Erde, irgendwo weit, weit weg. Seit Jahrzehnten blutet der Landesteil aus, vor allem, weil es kaum Arbeit gibt. Auch die 24-jährige Claudia kann sich keine großen Sprünge leisten:

"Ich bekomme den Mindestlohn, 450 Euro - da kann man nichts sparen. Es reicht für´s tägliche Überleben, aber man kann nichts sparen."

Aber, sagt sie eilig hinterher:

"Es geht so, es ist ganz ok. Der Bürgermeister Fernando Campos hat einiges für die Region getan, es ist ok."

Boticas hat um die tausend Einwohner, der ganze Landkreis gerade mal 8000. Bürgermeister Campos residiert nicht weit vom Busbahnhof, gleich um die Ecke. Ja, er residiert – in einem hypermodernen Rathaus aus Stahl, Glas und Beton, mit zwei großen Brunnen auf dem Platz davor.

Der Weg in sein Büro führt durch eine riesige Eingangshalle, nüchtern funktionell gestaltet, mit Stein und Glas – und dann mit einem schicken Aufzug in den ersten Stock. Auf dem großen, hölzernen Besprechungstisch steht eine Vase mit frischen Blumen, an den Wänden hängt moderne Kunst – von einem Maler aus der Region, das zu betonen ist Campos wichtig. Der Bürgermeister ist ein großer, kräftiger Mann Mitte fünfzig - mit seinem korrekten schwarzen Anzug und der roten Krawatte könnte er auch im Parlament in Lissabon sitzen oder Manager eines Unternehmens sein. Und er sieht sich auch als eine Art Manager:

"Dass wir es geschafft haben, so viele Investitionen zu tätigen, Boticas so zu verändern, das hat vor allem mit Wissen zu tun. Wir passen sehr auf, was EU- und nationale Zuschüsse angeht. Wir haben verschiedene Projekte vorbereitet, die wir sofort vorlegen konnten, als entsprechende Programme aufgelegt wurden. Wir hatten vorher schon Informationen, in welche Richtung diese Programme gehen sollten, und dass wir im richtigen Moment gute Projekte vorgestellt haben, hat uns geholfen, Geld zu bekommen."

Mit solchen Programmen bemüht Bürgermeister Campos sich seit Jahren, die Region Boticas attraktiver zu machen, damit die Menschen bleiben. Vor allem die Landflucht der jungen Leute will er bremsen. Mit Zuschüssen aus dem EU-Strukturfonds hat er ein Kulturzentrum eingerichtet, eine Stadtbibliothek eröffnet und kostenloses WLAN auf dem Rathausplatz und in öffentlichen Gebäuden installiert. Doch ein grundlegendes Problem der Region bleibt:

"Es ist ein kompliziertes Problem, denn selbst wenn man investiert, schaffen wir es nicht, dass diese Investitionen für viel Arbeit sorgen. Heute gibt es nichts, das noch mit viel Arbeitskraft betrieben werden muss. Es ist also nicht möglich, so gerne wir es täten, die Leute hier zu halten, ohne Wirtschaftsaktivität. Das ist das Drama. Arbeitsplätze hierher zu bekommen, ist sehr schwierig."

Gerade mal ein Unternehmen konnte die Stadt ansiedeln – eine niederländische Firma fertigt Kunststoffseile für Fischernetze im Drei-Schichten Rhythmus, 24 Stunden lang, an sieben Tagen der Woche. Doch die zweihundert Arbeitsplätze sind natürlich nicht genug für den Landkreis. Campos redet sich ein bisschen in Rage:

"Es fehlt hier an Unternehmergeist. Der wird an Universitäten unterrichtet und Fachhochschulen, theoretisch, aber das dann in die Praxis umsetzen, Unternehmen gründen, Unterstützung dafür finden, das ist alles sehr schwierig."

Sein Blick fällt durchs Fenster auf die kürzlich renovierte historische Häuserzeile, die gegenüber dem modernen Rathaus in einem interessanten Kontrast steht. Denn in Boticas bemüht man sich auch, die Tradition bewahren und zugleich zu einer Zukunftsperspektive zu machen:

"Wir wollen auch nicht unbedingt Neubauten hier, sondern unterstützen die behutsame Modernisierung, weil wir solche Häuser auch für den Tourismus nutzen können. Dazu kommt die Vermarktung unserer regionalen Spezialitäten, der Gastronomie - es soll hier regionale Gaststätten geben, wo die Leute unsere Spezialitäten kennen lernen können."

Ein Beispiel für diese Strategie findet sich drei Straßen weiter, im Weinkeller von Armindo de Sousa Pereira. Er produziert und vermarktet eine regionale Spezialität: den Vinho dos Mortos – zu deutsch "Wein der Toten" In dem dunklen Kellergewölbe ist nur ein schmaler Weg gepflastert, sonst besteht der Boden aus Sand.

"Und hier, kommen Sie, gleich, mit Licht kann man mehr sehen... "

In der hintersten Ecke stehen Holzfässer, ein Schinken hängt von der Decke. Der 62-jährige Pereira fängt vorsichtig an, den Sandboden des Kellers mit einer Hacke aufzugraben. Denn dort hat er seinen Wein sozusagen beerdigt.

"Hier unten sind die Flaschen."

Stolz holt er eine der Flaschen aus dem Sand und erzählt die Geschichte vom Vinho dos Mortos:

"... Als die französischen Invasionen stattfanden, 1808, da sind die französischen Soldaten über Chaves hierher gekommen und haben in den Dörfern mitgenommen, was nicht niet- und nagelfest war. Deswegen sind die Leute mit ihrem Hab und Gut geflohen. Das Vieh haben sie auf die Weide in den Bergen getrieben, das Getreide versteckt und den Wein eingegraben in den Kellern und mit Erde bedeckt. Als sie später zurückkamen, haben sie nach den versteckten Sachen gesehen und bemerkt, dass der Wein nicht schlecht geworden war, aber einen anderen Geschmack hatte, durch die Kohlensäure die entstanden war, weil er eingegraben war und kein Sauerstoff dran kam."

Die Tradition war schon fast ausgestorben, doch jetzt bemüht man sich in der Region, den "Wein der Toten" zu einer kulinarisch-touristischen Attraktion zu machen. Die Stadt hat am Ortseingang ein kleines historisches Häuschen renoviert, in dem sich Besucher bei gedämpftem Licht auf Wandtafeln über die Geschichte des Weines informieren und ihn sogar kosten können. In Boticas gibt es eine Geburtenprämie und kostenlose Kinderbetreuung bis zum Alter von drei Jahren, und auch die Schule kostet Eltern weniger als anderswo:

"Alle Grundschüler bekommen kostenlos die Bücher - und das zeigt Ergebnisse: Vorher ging die Zahl der Einschulungen zurück, aber in den letzten drei, vier Jahren konnten wir das stabilisieren, und jetzt sind sogar drei oder vier Kinder mehr gekommen. Das ist schon wichtig und ein Erfolgsbeweis."

Im Schulzentrum ein paar Straßen vom Rathausplatz entfernt, ist gerade Pause. Der Pausenhof ist großzügig angelegt, in der Mitte gibt es eine Art Arena, darum herum mehrere Sonnensegel, die Schatten spenden. Schülerinnen und Schüler toben herum, einzelne Lehrerinnen und Lehrer gehen schnell mal zur gegenüberliegenden Cafeteria, setzen sich an einen der Tische vor der Tür und trinken eine bíca, einen kleinen Cafe.

"Boticas hat sich in den vergangenen Jahren entwickelt, auch wenn es eine Stadt im Hinterland ist. Ich bin schon ein paar Jahre hier und habe das miterlebt. Man versucht, den Leuten zu zeigen, dass man etwas bewegen kann. Aber es ist mühsam, es geht nicht von einem Tag auf den anderen."

Englischlehrerin Sandra Souza blinzelt in die Sonne und schaut ein wenig resigniert hinüber zum Pausenhof – denn natürlich reicht eine gute Ausbildung alleine nicht, um die Jungen zu halten:

"Die Zukunftsperspektiven für die Kinder sind schlecht. Hier gibt es nur Landwirtschaft, wenig Bedarf an Mechanikern oder Elektrikern. Meistens überlegen sie, ins Ausland zu gehen, am liebsten in die Schweiz oder auch nach Frankreich. Entweder weil sie schon Verwandte dort haben oder weil sie glauben, das Leben sei dort einfacher."

Die Kinder wollen halt so leben, wie sie es aus dem Fernsehen kennen, sagt die groß gewachsene Lehrerin, die selbst als Tochter von Gastarbeitern in Hamburg geboren ist und mit acht Jahren nach Portugal gekommen ist:

"Dinge haben, die andere haben – das ist immer, was sie wollen. Ein großes Haus, ein gutes Auto ... "

Doch Zuhause sind die Verhältnisse oft sehr beschränkt, das Geld knapp. Die Landwirtschaft wirft nicht viel ab, wenn die Eltern einen Job haben, dann oft zum Mindestlohn – und der ist niedrig. Aber vor allem die Perspektivlosigkeit treibt immer wieder Eltern in den Alkohol, mit verheerenden Folgen für die Heranwachsenden:

"Ich glaube, dass diese Kinder manchmal keine Familie haben. Sie haben Eltern, Erwachsene neben sich - aber sie haben doch keine Eltern. Und sie brauchen Eltern."

Und dann mischt sich ein älterer Mann vom Nachbartisch ins Gespräch:

"Hier in Boticas kann man nichts machen - die Jungen gehen in die Schule, und danach sind sie arbeitslos, das ist überhaupt nicht gut. Sie lernen, wie alle anderen in Europa, aber es gibt keinen Ausweg, wie früher bei den Eltern, das ist es."

Alsides Pereira weiß, wovon er spricht. Der freundliche kleine Mann mit dem runden Bäuchlein und den funkelnden Augen hat es schließlich selbst genauso gemacht, in seiner Jugend:

"Es gab keine Arbeit damals, hier herrschte Armut, und die Leute mussten sich Arbeit suchen, um zu überleben. Ich war über 40 Jahre in Frankreich, jetzt, im Rentenalter bin ich wieder hier, im August bin ich wiedergekommen, vor kurzem."

61 ist Alsides jetzt und lebt in Boticas wie ein kleiner König. Sein Häuschen hat auf ihn gewartet, wie die meisten hier hat er etwas Grund, auf dem er Gemüse anbaut – das schont den Geldbeutel etwas. Anders als viele derjenigen, die hier in Boticas geblieben sind, muss Alsides eben nicht mit der staatlich garantierten Mindestrente auskommen. Er bekommt eine stattliche Firmenrente von dem Autokonzern, für den er in Frankreich gearbeitet hat – und so geht es ihm persönlich heute richtig gut:

"Boticas hat ein gutes Klima, gute Luft, der Ort ist schön, wurde auch alles schön hergerichtet, mit Zuschüssen aus Europa. Hier fehlt nichts, wenn es Geld gibt, aber das ist es eben, wie überall. Es fehlt an Arbeit, es gibt keine Arbeitsplätze."

Auch wenn die Lehrer engagiert sind, die Schule gut ausgestattet ist: die Gegend wird weiter ausbluten, prophezeit auch Alsides – und der Händler Francisco Matias sieht es genauso. Er spürt es täglich in seinem kleinen Gemischtwarenladen. Er steht vor dem Eingang, blickt missmutig die Straßen entlang, und klagt, dass die Kundschaft immer weniger wird:

"Die Geschäfte gehen schlecht. Die kleinen Dinge für den Alltag, die kaufen die Leute noch hier; für alles andere fahren sie - nicht mal nach Chaves, sondern nach Braga, nach Vilareal und nach Porto."

Wie sieht Boticas, wohl in zehn, fünfzehn Jahren aus? Was bringt die Zukunft?

"Die Zukunft? Es gibt keine Leute. Wer studiert geht weg, logisch. Bis zur zwölften Klasse bleiben sie, dann geht´s an die Uni. Weil es keine Chance gibt, hier Arbeit zu finden, bleiben sie weg. Der Küstenstreifen wird zum Konzentrationslager. Die Jungen heiraten dort, bleiben dort, und das hier wird verlassen. Ich sehe das sehr düster. Es gibt keine Arbeit - das wird eine Wüste hier."

Und das bleibt das Problem, das Bürgermeister Campos Kopfzerbrechen bereitet – er schwärmt von den Bemühungen der Stadt und des Kreises, den Menschen in Boticas etwas zu bieten – doch das Wichtigste, Arbeit, fehlt weiterhin. Von qualifizierten Arbeitsplätzen ganz zu schweigen. Immerhin stellt zumindest die Gemeindeverwaltung seit 2002 nur noch Mitarbeiter ein, die einen Hochschulabschluss haben – Campos lehnt sich nach vorne, stützt die Ellenbogen auf den Tisch und faltet beschwörend die Hände, während er von einer "kritischen Masse" gut qualifizierter Menschen spricht, die er in Boticas ansiedeln will:

"Wir haben Breitband-Anschlüsse und alle Möglichkeiten, dass die Leute hier mit neuen Technologien arbeiten können, und ich glaube, dass sich das schnell verbreiten wird. Es gibt schon Leute, Architekten sind ein gutes Beispiel, es gibt aber auch andere Bereiche, zum Beispiel Leute aus dem wissenschaftlich-intellektuellen Bereich, die sich hier Häuser gekauft haben und von hier aus arbeiten. Auch das ist ein Weg, die Situation zu verändern - sicher, das wird nie viel sein, aber alles zusammen, gibt trotzdem eine große Zahl."

Fischverkäuferin Maria Laurinda kann damit nichts anfangen und auch den vielen mit EU-Fördergeldern neu gebauten Einrichtungen wenig abgewinnen – sie spürt keinen Nutzen. Für die neue Markthalle, zwischen Rathaus und Schule gelegen, hat sie nur traurigen Spott übrig:

"Schön? Was ist denn hier schön, sagen Sie mir das mal, das kleine Teil hier? Das da hinten ist ja schon nicht mehr Markt, das ist Privatbesitz. Der Markt ist nur dieser Teil hier, das Café ist schon ein Privatunternehmen. Schauen Sie doch mal, auch bei der Konkurrenz. Es ist niemand da, niemand kauft etwas."

Gerade mal zwei Marktstände sind offen, nur wenige Kunden verirren sich in die Halle mit den schwarz-weiß gefliesten Wänden. Maria steht in Gummistiefeln hinter ihrer Verkaufstheke, auf der sich Sardinen, Tintenfische und Muscheln das Eis mit Lachsen und Makrelen teilen.

"Früher habe ich viel mehr verkauft, es gab viel mehr Leute. Jetzt gibt es nur noch alte hier, und die essen billig im Altenheim, da bekommen sie auch noch die Wäsche gewaschen, es wird geputzt, das ist gut für sie..."

Ja, es hat sich viel verändert, sagt Maria, die hier schon seit Ewigkeiten Fisch verkauft – aber trotzdem liegt Tras-ós-Montes doch immer noch hinter den Bergen, sagt die 58-Jährige resigniert:

"Ob ich hier weitermache? Ich bin von hier, also bleibe ich wahrscheinlich. So lange es was bringt, mache ich noch, und wenn nicht, dann mache ich eben Schluss, dann kümmere ich mich nur noch um meine Landwirtschaft, meine Kartöffelchen und Schluss."

Die Resignation sitzt tief bei Maria – und bei vielen anderen. Selbst Sandra, die engagierte Lehrerin, die den Fortschritt in Boticas lobt, freut sich auf ihre kleinen Fluchten aus dem Hinterland in die Stadt:

"Am Wochenende fahre ich nach Braga, wo ich herkomme, um die kulturellen Sachen zu machen, die mir hier fehlen. Unter der Woche treffen wir Lehrer uns oder fahren in die nächste größere Stadt, nach Chaves, um die Schulmauern hinter uns zu lassen und die Einsamkeit. Das ist hier auch so ein Problem, vor allem im Winter, dann ist man hier abgeschnitten, kommt nicht so leicht nach Hause, und das versuchen wir mit Freundschaften untereinander zu kompensieren."

Glücklich ist auch sie nicht in Boticas, trotz aller Bemühungen der Gemeinde. Und wenn sie die Wahl hätte, dann würde sie nicht dort bleiben:

"Nein, besser in meine Region. Braga. Nicht in die Stadt, aber in ein anderes Dorf, das wäre besser."

Mit dem Expressbus, einmal täglich ab der Nachbarstadt Chaves, braucht man gut drei Stunden für die 140 Kilometer.

Auch Claudia vom Café im Busbahnhof hat sich schon überlegt, aus Boticas wegzugehen:

"Ich bin erst seit kurzem hier im Café, mal sehen wie es läuft. Im Ausland ist der Lebensstandard höher, in Frankreich zum Beispiel. Ich habe Cousins im Ausland, praktisch aus jeder Familie ist jemand im Ausland. Ich hoffe ja, dass es besser wird - aber so wie sich die Dinge entwickeln, ich weiß nicht, ganz ernsthaft."

Und als sie wieder mit dem Lappen über die Espressomaschine wischt, frage ich zum Abschied noch, ob Frankreich vielleicht doch schon ruft ... :

"Vielleicht - ich weiß nicht, man wird sehen."

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