
Dazu hieß es, es gehe nur um einen halben Meter Metall. Dennoch scheine das Schild manche so sehr zu stören, dass sie nachts mit Farbe dagegen kämpften - und damit gegen das, wofür das Schild stehe: für Offenheit und Religionsfreiheit. Das beschmierte Schild sei ein Ausdruck von Intoleranz, Feindseligkeit und Muslimfeindlichkeit. Die Antwort der Islamischen Gemeinde Penzberg bleibe aber dieselbe: "Wir werden weiter Brücken bauen, weiter zum Dialog einladen und weiter für ein friedliches Miteinander eintreten."
Schild wieder gereinigt
Innenminister Herrmann sagte dem Bayerischen Rundfunk, das Beschmieren des Schildes sei inakzeptabel. Die religiöse Vielfalt gehöre zum Freistaat und sei Ausdruck der Freiheit und des demokratischen Selbstverständnisses. Diese Werte zu schützen und zu stärken sei "unsere gemeinsame Verantwortung".
Das Schild wurde nach Angaben der Polizei inzwischen gereinigt und ist wieder einwandfrei lesbar. Laut dem BR wird wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung ermittelt.
Erstes von vier Schildern
Angebracht wurde das Schild am Dienstag an einem der Ortseingänge von Penzberg, direkt unterhalb der Schilder für die katholische und die evangelische Kirche. Auf dem Schild wird über die Uhrzeit des Freitagsgebetes in der Penzberger Moschee informiert. Laut dem Imam handelt es sich sehr wahrscheinlich um das erste offizielle Hinweisschild dieser Art in Deutschland. Drei weitere Schilder an den anderen Ortseingängen sollen folgen.
In den Sozialen Medien erhielt die Nachricht von dem neuen Schild viel Zuspruch, sorgte aber auch für zahlreiche Hasskommentare, Anfeindungen und islamfeindliche Äußerungen.
Diese Nachricht wurde am 25.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
