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Nach Luftangriff in Beirut
Hisbollah bestätigt Tötung von zwei Kommandeuren - insgesamt 31 Tote

Die Hisbollah hat den Tod eines zweiten hochrangigen Kommandeurs durch den gestrigen israelischen Luftangriff in Beirut bestätigt. Insgesamt starben bei dem Angriff nach neuen libanesischen Angaben 31 Menschen, darunter drei Kinder. 68 Menschen seien verletzt worden.

    Rettungswagen kommen im Süden der libanesischen Stadt Beirut an. Die Vororte waren Ziel eines israelischen Angriffs.
    Bei dem Angriff am Freitag im Süden der libanesischen Hauptstadt wurde der Kommandeur der Radwan-Einheit, Ibrahim Akil, getötet. (AP / Hassan Ammar)
    Die israelische Armee teilte mit, man habe ein Treffen von Befehlshabern der Hisbollah-Elitetruppe Radwan ins Visier genommen, etwa zehn von ihnen seien getötet worden. Die Schiiten-Miliz bestätigte den Tod von zweien, Ibrahim Akil und Ahmed Wahbi. Nach israelischen Angaben hatte Akil einen Überfall auf das nördliche Israel geplant, ähnlich dem Massaker durch die Hamas am 7. Oktober 2023 im Süden des Landes. Der zweite getötete Kommandeur, Wahbi, leitete bis Anfang des Jahres die militärischen Operationen der Radwan-Spezialeinheiten während des Gaza-Krieges.
    Der Islamwissenschaftler Guido Steinberg von der Stiftung Wissenschaft und Politik sagte im Deutschlandfunk, die Hisbollah sei durch die Anschläge mit explodierenden Pagern und Walkie-Talkies im Libanon zwar getroffen worden. Wenn Israel die Miliz aber tatsächlich maßgeblich schwächen wolle, müsste es eine große Offensive geben, eine Invasion in den Libanon mit ungewissem Ausgang.
    Diese Nachricht wurde am 21.09.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.