Samstag, 10. Dezember 2022

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Die besten sieben Bücher für junge Leser im Monat Juli

Lesevergnügen für die Sommermonate: In den Julibüchern geht es um Mord, um einen Unfall, um eine Enttäuschung, um eine Verwandlung, um eine Verdoppelung und eine Verkleidung und um ein Sandwichgefühl.

Ralf Schweikart im Gespräch mit Ute Wegmann | 04.07.2020

Ein Kind liegt zwischen vielen Büchern und schaut sich ein Buch an.
Die besten 7 Bücher für junge Leser im Monat Juli (picture alliance / dpa / Thomas Eisenhuth)
Micha Friemel und Jacky Gleich (Illustration): "Lulu in der Mitte"
Hanser Verlag, 32 Seiten, 14 Euro. ab 4
Lulus großer Bruder ist ein toller Erfinder. Lulus kleine Schwester finden alle niedlich. Und Lulu? Findet irgendjemand toll, was sie macht? Kann irgendjemand auch mal sie trösten? Lulu reicht’s. Sie macht ihren Eltern klar, dass sie ja wohl die goldene Mitte der Familie ist. Ein fröhlich-ernstes Bilderbuch über Sandwichkinder.
Micha Friemel und Jacky Gleich (Illustration): "Lulu in der Mitte"
Jessica Love: "Julian ist eine Meerjungfrau"
Aus dem Englischen von Tatjana Kröll
Knesebeck Verlag, 32 Seiten, 13 Euro. ab 4
Auf der Heimfahrt in der U-Bahn sieht Julian drei als Meerjungfrauen verkleidete Frauen mit bunten, aufgetürmten Haaren und schillernden Gewändern. Er ist überwältigt und kann an nichts anderes mehr denken. Zuhause verkleidet sich mit einem Vorhang und Farnblättern selbst als Nixe. Wie überrascht seine Großmutter ist, ihn so zu sehen. Sie führt ihn an einen Ort, an dem Julian genau richtig ist. Ein farbgewaltiges Bilderbuch über Individualität, Diversität und Vielfalt!
Jessica Love: "Julian ist eine Meerjungfrau"
Rose Lagercrantz und Eva Eriksson (Illustration): "So glücklich wie noch nie?"
Aus dem Schwedischen von Angelika Kutsch
Moritz Verlag, 228 Seiten, 12,95 Euro. ab 7
Endlich! Dunnes Papa und Wanda werden heiraten. Dunne träumt von einer Prinzessinnenhochzeit, bei der sie und Ella Frida Blumen streuen. Doch Papa und Wanda wollen in Rom feiern, ganz klein und ohne Ella Frida. Aus der kleinen Feier wird plötzlich ein rauschendes Fest mit der ganzen italienischen Familie. Aber Dunne denkt nur an Ella Frida. So als würde sie ahnen, dass Ella Frida auf der Sommerinsel in großen Schwierigkeiten steckt. Eine neue warmherzige Freundinnengeschichte.
Rose Lagercrantz und Eva Eriksson (Illustration): "So glücklich wie noch nie?"
Roald Dahl und Pénélope Bagieu (Illustration): "Hexen hexen"
Aus dem Französischen von Silv Bannenberg
Reprodukt Verlag, 304 Seiten, 24 Euro. ab 6
Echte Hexen sehen aus wie normale Frauen. Echte Hexen tragen immer Handschuhe wegen ihrer krummen Finger und Perücken auf ihren Glatzköpfen, und sie haben gezackte Nasenlöcher. Echte Hexen hassen Kinder und haben nur eines ihm Sinn: sie auszulöschen oder sie beispielsweise in Mäuse zu verwandeln. Das alles erzählt die Großmutter ihrem Enkel, um ihn zu warnen. Wie konnte das passieren, dass der Junge ausgerechnet während des Urlaubs mit Oma im Hotel in eine Hexen-Haupversammlung der Hexen Englands gerät und ... entdeckt wird. Die hochwitzige und megaspannende Geschichte als furiose Comic-Adaption. Ein Spaß für alle Alter.
Roald Dahl und Pénélope Bagieu (Illustration): "Hexen hexen"
Holly-Jane Rahlens: "Das Rätsel von Ainsley Castle"
Aus dem Englischen von Bettina Münch
Rowohlt Verlag, 320 Seiten, 15 Euro. ab 11
Lizzy wohnt an der schottischen Küste im Hotel Ainsley Castle, zusammen mit ihrem Vater und dessen neuer Frau. Lizzy, die sich mit der "Stiefmutter" nicht besonders versteht, hat merkwürdige Erinnerungslücken und Schwindelanfälle. Plötzlich erhält sie E-Mails: Jemand scheint genau zu wissen, wie es ihr geht, was sie tut und – was sie denkt! Und dann taucht ein Mädchen auf, das Lizzy bis aufs Haar gleicht. Welches Spiel wird hier gespielt? Lizzy versucht dem Rätsel auf die Spur zu kommen.
Holly-Jane Rahlens: "Das Rätsel von Ainsley Castle"
Jean-Claude Mourlevat und Antoine Ronzon (Illustration): "Jefferson"
Aus dem Französischen von Edmund Jacoby
Verlagshaus Jacoby & Stuart, 222 Seiten, 15 Euro. ab 8

Der Igel Jefferson hat ein angenehmes Leben, und er ist ein wenig verliebt in die Nichte seines Friseurs, die ihm heute die Haare schneiden wird. Am Salon angekommen, findet er jedoch seinen Friseur, den Dachs, erstochen mit der eigenen Schere. Jefferson steht unter Tatverdacht und versucht - zusammen mit seinem besten Freund - die Mörder im benachbarten Menschenland aufzuspüren. Offensichtlich wurde der Dachs ermordet, weil er Tierrechteaktivist war. Plötzlich schweben Jefferson und sein Freund selbst in größter Gefahr. Ein spannender Krimi, reich bebildert.
Jean-Claude Mourlevat und Antoine Rozon (Illustration): "Jefferson"
Michael Sieben: "Das Jahr in der Box"
Carlsen Verlag, 254 Seiten, 16 Euro. ab 13
Paul will nicht schon wieder weg, er will nicht aus Opas alter Villa ausziehen. Aber fast alle Kisten sind gepackt. Und nun sitzt er vor der Box, einer Kiste voller Erinnerungen: seine Superhelden-Story, die Kondome, das Messer - jeder Gegenstand bringt ihm die Ereignisse des letzten Jahres zurück. Das Jahr, in dem so einiges passierte, was sein Leben veränderte. Paul weiß, dass er der Vergangenheit nicht entfliehen kann. Ein Jugendroman über Mobbing, Freundschaft und Schuldgefühle.
Michael Sieben: "Das Jahr in der Box"