
Bosbach sagte im Deutschlandfunk, für viele in der Union sei ein Punkt erreicht, wo sie sagten, jetzt sei Schluss. Ein Rücktritt Spahns wäre eine Lösung, die die Fraktion befreien würde. Angesichts der Sommerpause sei zu hoffen, dass Spahn der Union eine monatelange Debatte erspare, aber die Erkenntnis müsse bei ihm selbst reifen. Es gehe um den Fortbestand der Union. Bosbach bezeichnete es als "hochproblematisch", wenn der Eindruck entstehe, dass für Politiker andere Regeln gelten würden.
Mehrere CDU-Vertreter hatten bereits Rücktrittsforderungen gegen Spahn erhoben. Am Montag soll sich nach Auskunft von Bundeskanzler Merz das CDU-Präsidium mit dem Fall befassen.
Spahn selbst verteidigte seine Entscheidung. Der CDU-Politiker sagte der "Bild", er habe bei dem Thema lange mit sich gerungen. Über einen möglichen Rücktritt müsse nun die Fraktion nach der Sommerpause entscheiden.
Diese Nachricht wurde am 18.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
