Leihmutterschaft
"Hochproblematisch" - Bosbach legt Spahn Rücktritt nahe

Der CDU-Politiker Bosbach hat Unionsfraktionschef Spahn wegen dessen Elternschaft mit Hilfe einer Leihmutter in den USA den Rücktritt nahegelegt.

    Das Foto zeigt Wolfgang Bosbach in der ARD-Talkshow 'maischberger' im Februar 2025.
    Wolfgang Bosbach legt Unionfraktionschef Spahn den Rücktritt nahe. (picture alliance / Geisler-Fotopress / Thomas Bartilla)
    Bosbach sagte im Deutschlandfunk, für viele in der Union sei ein Punkt erreicht, wo sie sagten, jetzt sei Schluss. Ein Rücktritt Spahns wäre eine Lösung, die die Fraktion befreien würde. Angesichts der Sommerpause sei zu hoffen, dass Spahn der Union eine monatelange Debatte erspare, aber die Erkenntnis müsse bei ihm selbst reifen. Es gehe um den Fortbestand der Union. Bosbach bezeichnete es als "hochproblematisch", wenn der Eindruck entstehe, dass für Politiker andere Regeln gelten würden.
    Leihmutterschaften sind in Deutschland nicht zulässig. Die CDU hatte sich zuletzt im Februar gegen eine Legalisierung ausgesprochen, auch Spahn selbst war als Minister in der Vergangenheit dagegen.
    Aus den Reihen der CDU gab es bereits mehrere Rücktrittsforderungen gegen Spahn, so etwa von der Schatzmeisterin der Frauen-Union, Rosin, und später auch vom Landes-Vorsitzenden in Mecklenburg-Vorpommern, Peters. Am Montag befasst sich nach Angaben von Bundeskanzler Merz das CDU-Präsidium mit dem Fall.
    Spahn selbst verteidigte seine Entscheidung. Der CDU-Politiker sagte der "Bild", er habe bei dem Thema lange mit sich gerungen. Über einen möglichen Rücktritt müsse nun die Fraktion nach der Sommerpause entscheiden.
    Diese Nachricht wurde am 18.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.