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Studie
Hochschulen mussten 1,3 Milliarden Euro mehr für Energie ausgeben

Durch die Energiekrise hat sich der Betrieb von Universitäten in Deutschland im vergangenen Winter um rund 1,3 Milliarden Euro verteuert. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf eine Studie berichtet, entspricht das einer Erhöhung der Ausgaben um gut 14 Prozent im Vergleich zu 2021.

    Studentinnen und Studenten sitzen im großen Hörsaal der Universität Bremen.
    Die gestiegenen Energiepreise treffen auch Hochschulen - etwa beim Heizen der Hörsäle im zurückliegenden Winter. (picture alliance/dpa/Sina Schuldt)
    Laut der Studie des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft in Kooperation mit der Heinz-Nixdorf-Stiftung haben sich die Energiekosten je Student im Schnitt um 347 Euro erhöht. Grundlage der Studie ist den Angaben zufolge eine Befragung unter den über 400 privaten und öffentlichen Hochschulen in Deutschland. Während die Preissteigerungen in den Geisteswissenschaften vor allem aus erhöhten Heizkosten für Hörsäle und Büroräume resultierten, fiel in den Naturwissenschaften hauptsächlich der Betrieb von energieintensiven Laboren und Anlagen ins Gewicht, wie es hieß.
    Mehr als die Hälfte der Hochschulen geht demzufolge bisher davon aus, dass ihre jeweiligen Mittelgeber den akuten Anstieg der Energiekosten nicht oder nur teilweise ausgleichen werden. Keinen Ausgleich ihrer Mehrkosten für Energie erwarteten 12 Prozent der Hochschulen, darunter vor allem viele Privathochschulen. Knapp 40 Prozent hatten einen teilweisen Ausgleich in Aussicht. Nur 13 Prozent rechneten fest damit, dass ihre Mittelgeber die Mehrkosten voll übernehmen.
    Diese Nachricht wurde am 04.05.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.