Nach der Ahrtal-Katastrophe
Hochwasserschutz für viele Menschen laut BUND-Umfrage unzureichend

Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal ist der Schutz vor Starkregen und Hochwasser aus Sicht vieler Menschen in Deutschland weiterhin unzureichend.

    Anwohner und Ladeninhaber versuchen, ihre Häuser vom Schlamm zu befreien und unbrauchbares Mobiliar nach draußen zu bringen.
    Auch fünf Jahre nach der Katastrophe im Ahrtal sind die Menschen immer noch hochwassergefährdet. (picture alliance / dpa / Thomas Frey)
    Laut einer repräsentativen Umfrage des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fühlen sich rund 45 Prozent der Befragten an ihrem Wohnort unzureichend geschützt. Etwa 35 Prozent halten Bund, Länder und Kommunen für ausreichend auf Hochwasser vorbereitet. Die politische Geschäftsführerin des BUND, Graichen, spricht von einem "Weckruf an die Politik". Sie forderte größere Ausweichflächen für Flüsse und die Wiederherstellung von Auenlandschaften. Auch Bundespräsident Steinmeier hatte bei einem Besuch im Ahrtal erklärt, der heutige Tag des Gedenkens sei zugleich ein Auftrag an alle, dafür zu sorgen, dass Hochwasserkatastrophen mit ähnlichen Folgen sich nicht wiederholten.
    Nach Starkregen war es in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 zu einer Sturzflut in Gebieten von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen gekommen. Mehr als 180 Menschen kamen ums Leben. Am Abend wird bei einer zentralen Gedenkfeier in Bad Neuenahr-Ahrweiler im Beisein von Bundeskanzler Merz an die Opfer erinnert.
    Diese Nachricht wurde am 14.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.