
Im vergangenen Jahr seien gut 13,3 Millionen Menschen arm gewesen, erklärte der Verband unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Damit waren gut 16 Prozent der Bevölkerung betroffen. Seit einem Tiefstand im Jahr 2023 sei die Zahl der Armen um gut 1,2 Millionen gestiegen. Den Angaben zufolge sind Alleinerziehende und alleinlebende Personen die am stärksten von Armut betroffenen Haushaltsgruppen. Überdurchschnittlich hoch sei die Armut auch in den Altersgruppen zwischen 18 und 25 sowie ab 65 Jahren. Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Rock, kritisierte die Bundesregierung wegen - Zitat - "ständig neuer Diskussionen über Kürzungen von Sozialleistungen". Dies schüre Angst und spiele Populisten und Extremisten in die Hände, hob Rock hervor.
Als arm gelten laut EU-Definition Menschen, die in einem Haushalt leben, der weniger als 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens aller Haushalte in Deutschland zur Verfügung hat. Im vergangenen Jahr lag die Grenze bei 1.445 Euro im Monat für einen alleinlebenden Menschen. Zum Einkommen gehören dabei unter anderem Löhne, Wohngeld, Kindergeld und andere Sozialleistungen.
Diese Nachricht wurde am 02.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
