
Zuckerhaltige und alkoholische Getränke seien in den meisten Ländern zu billig, sagte der WHO-Generaldirektor Tedros. Der Konsum führe bei Kindern und Erwachsenen zu Übergewicht, Diabetes, Herzerkrankungen, Krebs und auch zu Unfällen. In zwei neuen globalen Berichten warnt die WHO davor, dass die Gesundheitssysteme einem zunehmenden finanziellen Druck durch vermeidbare nichtübertragbare Krankheiten und Verletzungen ausgesetzt seien.
Steuern sollen Gesundheit fördern
Steuern seien eines der wirksamsten Instrumente zur Förderung der Gesundheit und zur Prävention von Krankheiten, betonte Tedros. Durch die Erhöhung der Steuern auf Produkte wie Tabak, zuckerhaltige Getränke und Alkohol könnten Regierungen den schädlichen Konsum reduzieren und Mittel für lebenswichtige Gesundheitsdienste freisetzen.
Milliardengewinne der Getränkeindustrie
Der weltweite Markt für zuckerhaltige Getränke und alkoholische Getränke generiert den Angaben zufolge Milliarden US-Dollar an Gewinnen. Die WHO-Berichte zeigen, dass mindestens 116 Länder zuckerhaltige Getränke besteuern.
Mindestens 167 Länder erheben laut WHO Steuern auf alkoholische Getränke. In zwölf Ländern sei Alkohol vollständig verboten. Wein bleibe in mindestens 25 Ländern, vor allem in Europa, trotz klarer Gesundheitsrisiken von speziellen Steuern ausgenommen.
Diese Nachricht wurde am 14.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
