Weltgesundheitsorganisation
Höhere Steuern auf Zuckerdrinks und Alkohol retten Leben

Die Weltgesundheitsorganisation fordert von den Regierungen eine deutlich höhere Besteuerung von zuckerhaltigen Getränken und Alkohol. Höhere Abgaben auf Limonaden, Bier, Wein und Spirituosen würden Leben retten und Einnahmen bringen, betonte die WHO in Genf.

    In einer Bar wird ein Glas Wein eingeschenkt.
    Alkohol als auch zuckerhaltige Getränke sollen stärker besteuert werden (Archivbild). (picture alliance/dpa / Gerald Matzka)
    Zuckerhaltige und alkoholische Getränke seien in den meisten Ländern zu billig, sagte der WHO-Generaldirektor Tedros. Der Konsum führe bei Kindern und Erwachsenen zu Übergewicht, Diabetes, Herzerkrankungen, Krebs und auch zu Unfällen. In zwei neuen globalen Berichten warnt die WHO davor, dass die Gesundheitssysteme einem zunehmenden finanziellen Druck durch vermeidbare nichtübertragbare Krankheiten und Verletzungen ausgesetzt seien.

    Steuern sollen Gesundheit fördern

    Steuern seien eines der wirksamsten Instrumente zur Förderung der Gesundheit und zur Prävention von Krankheiten, betonte Tedros. Durch die Erhöhung der Steuern auf Produkte wie Tabak, zuckerhaltige Getränke und Alkohol könnten Regierungen den schädlichen Konsum reduzieren und Mittel für lebenswichtige Gesundheitsdienste freisetzen.

    Milliardengewinne der Getränkeindustrie

    Der weltweite Markt für zuckerhaltige Getränke und alkoholische Getränke generiert den Angaben zufolge Milliarden US-Dollar an Gewinnen. Die WHO-Berichte zeigen, dass mindestens 116 Länder zuckerhaltige Getränke besteuern.
    Mindestens 167 Länder erheben laut WHO Steuern auf alkoholische Getränke. In zwölf Ländern sei Alkohol vollständig verboten. Wein bleibe in mindestens 25 Ländern, vor allem in Europa, trotz klarer Gesundheitsrisiken von speziellen Steuern ausgenommen.
    Diese Nachricht wurde am 14.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.