FDP-Vorsitz
Höne rechtfertigt Rückzug: "Durch Wettbewerb mit Kubicki wurden Gräben tiefer"

Der nordrhein-westfälische FDP-Chef Höne hat seine Entscheidung gerechtfertigt, nicht für den Bundesvorsitz der Freien Demokraten zu kandidieren.

    Porträt des nordrhein-westfälischen FDP-Vorsitzenden Henning Höne, im Hintergrund ein Plakat mit der Aufschrift "Freie Demokraten"
    Henning Höne ist Landesvorsitzender der FDP in Nordrhein-Westfalen. (picture alliance / dpa / Christoph Reichwein)
    Es sei die bislang schwerste Entscheidung in seinem politischen Leben gewesen, sagte Höne im Deutschlandfunk. Er habe aber gesehen, dass durch den Wettbewerb mit dem designierten FDP-Chef Kubicki die Gräben in der Partei an vielen Stellen tiefer geworden seien. Diese hätte man nach dem anstehenden Parteitag mit viel Kraft und Mühe wieder zuschütten müssen.
    Kubicki selbst sagte in einem Podcast des Magazins "Focus", sollte die FDP in einem Jahr in Umfragen immer noch unter fünf Prozent liegen, wäre er gescheitert. In diesem Fall würde er auch Konsequenzen ziehen.
    Die FDP will sich bei ihrem Bundesparteitag am Wochenende in Berlin personell neu aufstellen, um einen Weg aus der Krise zu finden. Kubicki soll den erst vor einem Jahr gewählten FDP-Chef Dürr ablösen, der nach den Niederlagen bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz vorzeitig abtritt.
    Diese Nachricht wurde am 29.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.