Folge des Iran-Kriegs
Hohe Energiepreise: Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt und Thüringen fordern Beschlüsse

Die Ministerpräsidenten von Thüringen und Sachsen-Anhalt, Voigt und Schulze, haben angesichts der hohen Energiepreise schnelle Entscheidungen der Bundesregierung gefordert. Man brauche jetzt Lösungen, sagte Sachsen-Anhalts Regierungschef Schulze (CDU) im ARD-Fernsehen. Gesprochen sei genug.

    Sven Schulze (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, und Mario Voigt (CDU), Ministerpräsident von Thüringen, unterhalten sich.
    Sven Schulze und Mario Voigt (Archivbild) (dpa / Bernd von Jutrczenka)
    Schulze ergänzte, er erwarte "in den nächsten Stunden" Ergebnisse. Deutschland könne sich keinen Streit in der Bundesregierung leisten. In Sachsen-Anhalt wird im September gewählt. Auch Thüringens Ministerpräsident Voigt (CDU) verlangte umgehend Resultate. Die Menschen wollten jetzt Ergebnisse sehen "und die sollte es heute auch geben", sagte er im ZDF.

    Schwarz-Rot berät über Umgang mit hohen Energiepreisen

    Die schwarz-rote Regierungskoalition rang zuletzt weiter um Fortschritte beim Thema der hohen Energiepreise und bei den anstehenden Sozial- und Steuerreformen. Die Beratungen wurden in der Villa Borsig fortgesetzt, dem Gästehaus des Auswärtigen Amts am Tegeler See im Norden Berlins. Bereits am Samstag hatten sich die Parteichefs getroffen, also Bundeskanzler Merz und Ministerpräsident Söder für die Union sowie Finanzminister Klingbeil und Arbeitsministerin Bas für die SPD. Die Gespräche finden vor dem Hintergrund unterschiedlicher Auffassungen innerhalb der Koalition statt. Unklar ist, ob und in welcher Form anschließend mögliche Ergebnisse bekanntgegeben werden, möglicherweise erst am Montag.

    Hör-Tipp: Der Dlf-Politikpodcast

    Energiepreisschock: Kann die Regierung Krise?
    Diese Nachricht wurde am 12.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.